Alle Beiträge von Brigitta Winkelried

Krimi Schweiz

Wo liegt Grenchen? Das fragte ich mich, als ich am Samstagmorgen früh im Zug nach Grenchen saß. Nach zweimal umsteigen und etwas mehr als zwei Stunden Fahrt war ich dort.

Krimi-Mekka der Schweiz

Grenchen – hier schlägt das Herz der Schweizer Krimiliteratur. Hier war ich das erste Mal bei der Mitgliederversammlung von Krimi Schweiz dabei. Dass es erst die zweite Versammlung des Vereins war, erfuhr ich später von Christof Gasser, dem Präsidenten des Vereins.

Ich war gespannt. Wer von den Autorinnen und Autoren des Vereins würde kommen? Ich kenne nur zwei der Autorinnen. Alle anderen vielleicht von Facebook oder von der Werbung in den Zeitungen und den Flyern der Bibliotheken.

Who is who?

Bei Kaffee und Gipfeli trafen die Ersten ein. Händeschütteln. Lächeln. Small Talk. Die Atmosphäre war freundschaftlich, entspannt. Schön, dass mehr als zwei Dutzend Vereinsmitglieder kamen. Facebook oder Webseite können niemals einer Autorin, einem Autor gerecht werden. Der unmittelbare Kontakt bleibt hängen, schafft Erinnerungen, die viel stärker sind als jedes Medium.

Erstaunt war ich, wie Silvia Götschi auf mich wirkte. Ich habe sie mir grösser vorgestellt, nicht so zierlich. Sie ist eine herzliche, sehr einnehmende Frau. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

Interviews mit Autorinnen und einem Autor

Nach dem offiziellen Teil hatte ich Gelegenheit, vier Autorinnen und einen Autor zu interviewen und gleichzeitig mit meinem Handy zu filmen. Ich habe sie über ihren neuesten Krimi befragt. Das Video, das ich daraus gemacht habe, gibt dir ein paar Inputs für deine Lektüre in der Jahreszeit, in der die Tage kürzer und die Nächte länger werden. 😊

Die nachfolgenden Informationen findest du auch auf der Webseite von Krimi Schweiz.

https://krimischweiz.org/

Silvia Götschi

Zählt zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen der Schweiz. Für ihre Krimis „Einsiedeln“ und „Bürgenstock“ wurde sie mit dem GfK No 1 Buch Award ausgezeichnet. Geboren wurde sie 1958 in Stans. Sie hat drei Söhne und zwei Töchter und wohnt heute mit ihrem Mann in der Nähe von Luzern.

Publikationen: “Auf der schwarzen Liste des Himmels” (2021), “Interlaken” (2020), “Engelfinger” (2020)

www.silvia-goetschi.com

Susanne Mathies

Geboren 1953 in Hamburg, lebt in Zürich, promovierte in Wirtschaftswissenschaften und in Philosophie. Sie schreibt auf Deutsch und Englisch. Bisher wurden fünf ihrer Kriminalromane veröffentlicht, daneben auch noch zahlreiche Gedichte und Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien.

Sie ist Redaktionsmitglied der orte-Literaturzeitschrift und Mitherausgeberin der orte Poesie Agenda. Publikationen: «Mord mit Limmatblick»» (2022) «Mord im Lesesaal» (2021), «Das Auge der Ahnen» (2018), «Offline – der verschwundene Berater» (2015)

http://die-aus-zuerich.ch/mediawiki/index.php?title=Susanne_Mathies

Christine Bonvin

Bürgerlicher Name: Christine Evard stammt aus dem Aargau. Über Umwege ist sie im Wallis gestrandet. Die Lust am Schreiben erwachte bei ihr in reiferen Jahren. Vorher setzte sie ihre Energien ein, um eine Firma aufzubauen. Die Geschichten schlummerten in einer Schublade, bis es Zeit war sie herauszuholen.

Daraus entstanden Genusskrimis und diverse Kurzgeschichten.

Publikationen: „Lieblingsplätze Wallis“ (2021), „Olympiade der Köche“ (2015), „Gourmetfahrt im Glacier Express“ (2012)

http://bonvinc.bonne-eau.ch/

Stefan Haenni

Geboren 1958 in Thun, studierte an den Universtäten Bern und Fribourg Kunstgeschichte, Psychologie und Pädagogik. Seit 2009 lebt und arbeitet er als freischaffender Autor und Kunstmaler in seiner Geburtsstadt.

Haenni publizierte zahlreiche Kriminalgeschichten in thematischen Anthologien Im Gmeiner-Verlag erschienen seine Kriminalromane „Narrentod“, „Scherbenhaufen“, „Berner Bärendreck“ und Tellspielopfer“ sowie die Kurzkimi-Bände „Todlerone“ und „Zürihegel“.

https://www.stefanhaenni.ch/

Ina Haller

lebt mit ihrer Familie im Kanton Aargau. Nach dem Abitur studierte sie Geologie. Seit der Geburt ihrer drei Kinder ist sie «Vollzeit-Familienmanagerin» und Autorin. Sie veröffentlicht zwei erfolgreiche Krimireihen um die zivilen Ermittlerinnen Andrina und Samantha.

Zudem gehören zu ihrem Repertoire Kurz- und Kindergeschichten sowie Reisberichte.

https://inahaller.ch/

Krimi-Fenster

Mit dem Krimi-Fenster bot Grenchen den Leserinnen und Lesern von Krimis die Möglichkeit, bekannte und beliebte Schweizer Autorinnen und Autoren zu treffen.

Einige von ihnen nahmen sich Zeit für ein Interview mit mir.

Für Krimi-Fans

Nächstes Jahr, vom 15. Bis 17. September 2023 findet zum zweiten Mal das Schweizer Krimifestival statt.

Das Schweizer Krimifestival von Krimi Schweiz ist ein nationaler Anlass, der die Vielfalt der Schweizer Krimis zeigt. Es findet alle zwei Jahre statt. Es werden Krimi-Autorinnen und Autoren aus der ganzen Schweiz da sein. Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung des Schweizer Krimipreises, der mit insgesamt 10’000 CHF dotiert ist.

Mach mehr aus deinen Handy-Videos

Wie sich Personen bewegen, wie sie sprechen, das kann kein Foto wiedergeben. Die schönsten Augenblicke mit deinem Handy filmen und daraus einen tollen Kurzfilm gestalten – wäre das nicht toll?

Federleichte Filmausrüstung

Mit dem Handy hast du eine komplette, federleichte Filmausrüstung immer dabei. Nutze die Möglichkeiten, die du damit hast. Du kannst freihändig Aufnahmen machen, ohne Stativ. Einfach drauflos. Oder du denkst vor dem Filmen darüber nach, wie du das Video am besten hinbekommst? Wichtig ist, dass du’s machst. Immer wieder.

Hoch oder Quer?

Der vielleicht wichtigste Tipp zuerst: Es hat keinen Vorteil, im Hochformat zu filmen. Genau das sieht man immer wieder. Alle Fernseher, im Kino und auch alle Videoplayer zeigen das Querformat, zumal es auch der Art entspricht, in der wir Menschen uns in der Umgebung umsehen. Das Hochformat widerspricht unserm Sehverhalten und unseren Sehgewohnheiten.

Beidhändig

Unbedingt das Handy immer mit beiden Händen halten. (Aufpassen, dass du nicht eine der Linsen verdeckst 😊) Mit beiden Händen gehalten gibt viel ruhigere Videos. Beim Schenken das Handy möglichst langsam bewegen und immer breitbeinig hinstehen. Zoomen wenn möglich sein lassen. Besser näher ran gehen und noch ein Video drehen. Mit dem Schnittprogramm auf deinem Handy kannst du dann den Teil, während dem du dich bewegst, rausschneiden.

Schnitt!

Man kann die Video-Clips vollkommen unbearbeitet lassen und in dieser Form verschicken. Viel interessanter wirken die Clips jedoch meist, wenn man sie ein wenig beschneidet. Dafür – und leider nicht für allzu vielmehr – kann man die Fotos-App benutzen. Doch lassen sich aus den Clips auch richtige Filme schneiden.

iMovie

Mehr Möglichkeiten bietet zum Beispiel die kostenlose App iMovie auf dem iPhone. Wenn nötig im App Store herunterladen. Es ist immer wieder verblüffend, wie gut der Filmschnitt

selbst auf dem kleinen iPhone-Bildschirm klappt. Dabei beherrscht iMovie auch komplexere Werkzeuge: So lassen sich Filter auf Filme legen, Überblendungseffekte wählen oder Texte und Audiokommentare über den Film legen.

Effekte / Magic Movie

Aber mit allen Arten von Effekten für Filter und Überblendungen sollte man möglichst sparsam umgehen, denn allzu schnell hat man genug von diesen Dingen und kann sie einfach nicht mehr sehen. Magic Movie, das iMovie anbietet und mit dem iMovie den Film selber erstellt, sind zwar ein paar Mal sehr witzig, erschöpfen sich aber schnell.

Video im Blog

In meine Blogs baue ich jeweils ein Video mit ein. Weil ich denke, dass du gerne mehr über das Blogthema erfährst und weil ich sehr gerne Videos drehe und daraus noch lieber Kurzfilme aus den Clips mache. Das fordert meine Kreativität. Ich zeige ich dir mit einem Video in diesem Blog, welches die wichtigsten Möglichkeiten sind, um einen tollen Film zu erstellen. Weil ich ein iPhone habe, zeige ich dir die wichtigsten Werkzeuge in iMovie. Andere Apps für das Erstellen von Filmen auf Handys funktionieren ähnlich.

Krimi-Lesung im Bula 2022

im Kafi Dschinni

Ein Bundeslager im Goms mit 30‘000 Pfadis. Ein Krimi mit dem Titel „Die Vergeltung des Engels“. Passt das zusammen? Und wenn ja, wie?

Es passt. Denn das Zentrum des Bundeslagers zieht sich über die ganze Länge der ehemaligen Militärflugpiste von Ulrichen bis Geschinen genau über jenes Landstück, wo der größte Teil der Handlung meines Krimis spielt. Im östlichen Teil der Flugpiste lernen die Fahrschüler eines Driving Centers alle möglichen Fahrtechniken. Gegen das Ende der Flugpiste im Westen steuern Modellflieger ihre Flugzeuge in waghalsigen Manövern in der Luft. Vom letzten Drittel der einstigen Flugpiste sieht man nichts mehr: Hier lädt ein See zum Baden, Fischen oder zum Beobachten der Vögel in einem Biotop ein.

All das sind Schauplätze in meinem dritten Krimi. Und weil dem so ist, bekam ich die Chance, im Bundeslager eine Krimi-Lesung zu machen. Erst als ich in der mova-App sah, dass meine Lesung unter Info, Walk-in, mova-Beizen & Rover aufgelistet war, war ich sicher, dass es klappen würde.

Meine Lesungen – meine Videos

Wer schon mal in einer meiner Lesungen war, weiß, dass ich nicht allzu viel vorlese. Dass ich Videos zu meinen Krimis zeige, in denen wunderschöne Bilder zu sehen sind. Videos, die höchst spannend sind und die mit passender Musik untermalt sind. Sie zeigen konkrete Schauplätze und Buchinhalte.

Dass ich Videos zeige, war ein großer Vorteil im Kafi Dschinni, in dem ich am 28. Juli «aufgetreten» bin. Mein Anlass gehörte zu den «Walk in»-Aktivitäten. Das heißt, jeder kann kommen und gehen, wann er will. Das Publikum am Anfang war nicht das gleiche wie das Publikum am Ende meiner Vorstellung. Ich habe mein Programm zweimal durchgezogen. Es hat Spaß gemacht. Dem Publikum und mir. Am besten gefielen den Leuten meine Videos.

Vorarbeit

Gekommen sind Rovers (Pfadi-Leiter). Für diese galt das Angebot meiner Lesung, nicht für die jüngeren Pfadis. Für die habe ich einen Kurz-Krimi geschrieben: «Pfadi Franz und der Riesen-Fisch vom Geschinersee), siehe Blog vom 20. Juli 2022.

Wenn du das Video zu meiner Krimi-Lesung im Kafi Dschinni schaust, kannst du sehen, dass es schwierig war, Videos zu zeigen. Im Vorfeld habe ich eine Leinwand gebastelt aus drei Dingen: 1.50 m Stoff, beidseitig klebendes Montageband und zwei 1.63 m lange Rundhölzer.

im Kafi Dschinni, Kontinentsplatz Oscilla

Ich hatte keine Ahnung, wie die Beiz aussehen würde, in der ich meine Lesung abhalten sollte. In meiner Vorstellung war es eine Art Hütte aus Holz. Und so war es auch.

Aber das Kafi Dschinni war wunderschön: orientalisch, mit chilligen Loungesesseln, in einem äußerst speziellen Look. Ich habe mir sofort vorgestellt, dass um die Hütte ein Dschungel wäre und dass ich liebend gerne immer wieder herkommen würde, um zu chillen und ein Glas Wein zu trinken. (Im Kafi gab’s nur alkoholfreie Getränke 😊

Als ich das Kafi von innen sah, stellte sich mir sofort eine für mich wichtige Frage: Wo sollte ich die Leinwand anbringen? An den Wänden aus grobem Holz hingen Holzskulpturen eines Künstlers. Dort durfte ich die Leinwand nicht aufhängen. Die einzige Möglichkeit war der Dachbalken. Ein zwei Meter langer junger Mann aus der Küchen-Crew kam mir zu Hilfe und befestigte meine Leinwand mit Kabelbindern. Jetzt sah man die Küchen-Crew nicht mehr. Aber das System sollte sich bewähren.

Im Anschluss an meine Lesung war ich zum Podcast eingeladen. Der Chef des Kafi Dschinni, Pfadi-Name: Twister, machte ein Interview mit mir.

Zum Schluss

Es war ein echt tolles Erlebnis, für mich bleibt es unvergesslich. Die Atmosphäre, die Leute, das Kafi Dschinni. Einfach alles. Schade nur, dass die Zeit so schnell verging.

Laufzeit 10:36 Minuten

BuLa-Kurz-Krimi

https://brigitta-winkelried.com/wp-content/uploads/2022/07/Pfadi-Franz-und-der-Riesen-Fisch.wav
Vorgelesen von der Autorin

Franz war klein und dünn. Auf seiner Nase saß eine runde Hornbrille mit Gläsern wie Flaschenböden. Kurz nach dem Mittagessen war er mit seinen Pfadfinderkollegen zum Geschinersee gelaufen: Stand Up Paddling, kurz SUP, stand auf dem Programm.

Er rückte seine Brille zurecht, um den Mann vorne im Neopren sehen zu können. Vergebens. Seine Pfadikollegen vor ihm versperrten die Sicht auf den Leiter des SUP-Kurses. Er stellte sich auf die Zehen, wandte sich nach rechts, dann nach links. Er sah einfach nur die Boards, die auf der Sandbank lagen und die nackten Füße des Leiters.

Franz zuckte mit den Schultern und nestelte an seiner Badehose herum. Warum behandelte ihn seine Mutter immer noch wie ein Kind und hatte ihm diese altmodische Badehose in seinen Pfadi-Rucksack gepackt, die vom vielen Waschen längst ihre Form verloren hatten und immer wieder von seinen Hüften zu gleiten drohten?

Er lauschte den Worten des Mannes vom Gommer Sportgeschäft, der ihnen erklärte, was sie tun sollten, um schön übers Wasser zu gleiten. Das Stand Up Paddling im Geschinersee schien nicht allzu schwierig zu sein. Verstohlen schaute er zu Wolfgang hin, der weiter vorne stand: Ein arroganter Streber. Diesmal würde er Wolfgang ausstechen. Franz verzog das Gesicht, als er sah, wie Melanie, in die er sich am ersten Tag im Bundeslager verknallt hatte, dieses Arschloch Wolfgang anlächelte.

„Auf geht‘s“, sagte der Mann im Neopren-Anzug. „Aller Anfang ist schwer.  Macht es, wie ich euch gesagt habe. Und denkt daran: Eine Abkühlung im Wasser kann auch Spaß machen. Und vergesst nicht: Ein echter Pfadi ist nicht wasserscheu.“

Endlich. Franz atmete tief durch, rannte schnell zwischen den Kollegen durch, vor zu den Boards. Wie ein Könner schob er als Erster eines ins knietiefe Wasser, fasste das Board an beiden Seiten mit den Händen an, kniete sich darauf, stellte einen Fuß nach dem anderen hin, hob langsam seinen Oberkörper auf. Mit zitternden Beinen tauchte er das Paddelblatt komplett ins Wasser und zog es in einem großen Bogen von der Spitze des Boards zum Heck. Das Board drehte sich von der Paddelseite weg, er verlor das Gleichgewicht und landete im Wasser.

Kein Gelächter? Ein Blick auf seine Freunde zeigte ihm, dass ihn niemand beachtete. Alle waren sie zu beschäftigt mit ihren Boards und hatten nicht gesehen, wie er sich blamiert hatte, und leider hatten sie auch nicht gesehen, wie elegant er aufs Board geklettert war. Dass er ins Wasser gefallen war, daran war bestimmt seine Kurzsichtigkeit schuld. Weil er eine Brille trug, war es für ihn viel schwerer auf dem Board im Gleichgewicht zu bleiben und gleichzeitig das Paddel durchs Wasser zu ziehen. Er biss die Zähne zusammen und kletterte zurück aufs Board.

Fünf Minuten später hatte er den Dreh raus. Er lächelte in sich hinein. Einige seiner Freunde hatten mehr Mühe als er. Ha, wer sagt‘s denn: Ich, der Franz, kann es mindestens so gut wie die anderen. Und erst der Wolfgang: Auf dem Board war der die reinste Lachnummer. Wenn das bloß auch Melanie sah!

Ohne dass es ihm bewusstwurde, entfernte er sich mehr und mehr Richtung dem Teil des Sees, der unter Naturschutz stand. Der See sah dort viel idyllischer aus als am See Ende mit der kleinen Sandbank, wo alle gestartet waren. Schwarze Enten mit weißen Flecken auf dem Nasenrücken schauten neugierig zu ihm hinüber. Ein Kranich flog über seinen Kopf hinweg. Plötzlich tauchte ein riesiger Fisch aus dem Wasser auf. Zu spät, um zu reagieren. Sein Paddelboard rammte das Ungetüm. Vollbremsung. Die Enten flogen blitzartig laut schnatternd davon.

Franz wusste nicht, wie ihm geschah und stürzte ins Wasser, verlor dabei seine Brille und seine Badehose, aber nicht sein Paddel. Zum Glück trug er eine Schwimmweste, vor Schreck hatte er nämlich vergessen zu schwimmen. Prustend kam er wieder nach oben, schluckte dabei eine Mundvoll Seewasser, hustete ein paar Mal und fluchte.

 Rasch schwamm er jetzt zurück zu seinem Paddelboard. Ohne Brille sah er nur schemenhafte Konturen und Farbklekse, mehr nicht. Er war halb blind. Seine Finger ertasteten etwas, das sein Board hätte sein müssen. War es aber nicht. Seine Hände lagen auf dem riesigen Bauch des Mega-Fisches, der sogar grösser war als sein Papa. Der graublaue Fisch stank fürchterlich, fühlte sich an wie ein stark aufgepumpter, unförmiger Gas-Ballon, der gleich zu platzen drohte. Igitt, igitt! Der Fisch war glitschig, wie wenn eine Kolonie Algen sich darauf festgesetzt hätte.

Scheisse! Das war kein Fisch! Das war ein Mensch! Ein Toter! Schnell ließ er die Leiche los und schwamm weg.

Jetzt muss ich cool bleiben, sagte er sich, die Kommissare im Fernsehen sehen auch cool aus, wenn sie einen Tatort betreten. Bei dem Gedanken liefen ihm die Tränen über die Wangen. Nein, er schaffte es nicht, er konnte nicht cool bleiben. Er schrie laut um Hilfe, bis ihm der Hals vom Schreien wehtat.

Sein Pfadi-Leiter rannte am Seeufer entlang, bis zu der Stelle, von wo aus er mit dem kleinen Franz reden konnte. Danach ging alles schnell.

Der Pfadi-Leiter telefonierte. Der Mann im Neopren-Anzug tauchte derweil tief ins Seewasser, um Franz Brille zu suchen. Zehn Minuten später waren Polizisten in Uniform da und sicherten die Stelle am Ufer des Geschinersees, auf der Höhe, wo die Leiche mit dem Bauch nach unten im Wasser trieb. Wie im Fernsehen, dachte Franz, der ans Ufer geschwommen und immer noch ohne Badehose war. Ein Polizist ruderte mit einem Gummi-Boot zur Fundstelle. Ein zweiter Polizist tat es ihm nach. Wenig später legten sie den Toten ins Gras neben dem Uferweg.

Franz war geblieben. Seit er wieder eine Badehose anhatte – eine modische Zweit-Badehose ausgerechnet von Wolfgang – und die Brille aufgesetzt hatte, wollte er alles mitansehen, was vor sich ging. Er fühlte sich in einen Krimi hineinversetzt.

Melanie stand wie die anderen Pfadis und ein paar Gaffer hinter der Absperrung und sahen dem Geschehen zu.

Einer der Polizisten, der keine Uniform trug und sich ihm als Kommissar Edgar Steinalper vorgestellt hatte, nahm Franz beiseite.

„Als er da vor meinem Board aufgetaucht ist, dachte ich zuerst, es wäre ein riesengroßer Fisch.“ Franz nickte zu der Leiche hin.

Da Edgar so groß und er, Franz, so klein war, setzten sie sich auf die Wiese am See. Sie redeten von Mann zu Mann. Auf einmal fühlte sich Franz wie ein Held. Dank seinem Spürsinn hatte er geholfen, einem Verbrechen auf die Spur zu kommen.

Eine Frau, viel hübscher als seine Mama, schaute sich den Toten an. Das muss wohl die Rechtsmedizinerin sein. Wie ihm Fernsehen, dachte Franz.

Die Frau redete kurz mit Edgar, der sich danach wieder neben Franz ins Gras setzte und ihm verriet, was er vermutete. Der Tote würde schon seit rund zwanzig Jahren vermisst. Nach dem Lawinenwinter 1999 hätten die Leute von Geschinen einen Lawinendamm gebaut. Dafür hätten sie Material gebraucht. Dadurch sei ein großes Loch entstanden: der heutige See. Bei den Bauarbeiten sei damals ein Arbeiter spurlos verschwunden. Man habe ihn alle die Jahre nie mehr gefunden.

Franz wollte wissen, wie es denn möglich sei, dass ein Mensch so lange im Wasser sein kann, ohne dass man ihn findet. Edgar sagte es ihm.

Ferien-Lektüre- Tipps


Ferien!!!

Endlich Zeit, um ein Buch zu lesen oder einfach nichts zu tun. Für viele die schönste Zeit des Jahres. Am Strand liegen und Faulenzen. Andere Länder, andere Sitten kennenlernen. Ein bisschen leben wie die Menschen im Süden. Mit einer Nonchalance wie sie den Tag geniessen, unbekümmert davon, was alles danach im Terminkalender steht. Diese Leichtigkeit des Seins wenigstens ein paar Tage pflegen. Der Alltag kommt nach den Ferien noch früh genug. Etwas von dem Ferien-Feeling in den Alltag hinüberretten? Gelingt meist nicht.

Lies ein Buch!

In andere Welten eintauchen geht nicht nur, wenn wir in die Ferne reisen, sondern auch zuhause, zum Beispiel mit einem Buch. Während des Jahres, wenn man arbeiten muss, sind wir oft zu müde, um ein Buch zu lesen. Ausserdem fressen uns Netflix und das Handy schon viel von unserer Freizeit weg.

Der Vorteil eines Buches gegenüber diesen Medien: So richtig ruhig und entspannt wird man am besten mit einem spannenden Buch. Man ist dann voller Konzentration, in einer anderen Welt.

Welches Buch soll ich kaufen?

Bei über 50’000 Büchern, die neu im deutschen Sprachraum jedes Jahr auf den Markt kommen, fällt die Auswahl schwer. Da dachte ich mir, ich frage mal spontan ein paar Leute, die ich in der Stadt treffe, was sie mir empfehlen würden. Es sind aber nicht alle Leute bereit, sich filmen zu lassen. Um so mehr freut es mich, dass einige dazu bereit waren. Ihre Tipps findest du im Video. Schau selbst, welche Bücher sie für die Ferien vorgeschlagen haben. Viel Spass!

Sommerlektüre aus dem Oberwallis

Wenn du gerne mit einem spannenden Krimi und einem Glas Apérol im Liegestuhl sitzt und in die Welt des Aletschgebiets oder des Goms abtauchen möchtest und wenig Grausamkeit schätzt, dem empfehle ich meine Kriminalromane.

Die Hauptfigur, Kommissar Steinalper, löst in jedem meiner Bände Fälle, die in der Region Oberwallis spielen

Bundeslager im Goms

Dieses Jahr findet vom 23. Juli bis 6. August zum ersten Mal das Schweizerische Bundeslager der Pfadfinger statt, kurz BuLa genannt. Das BuLa findet nur alle 14 Jahre statt. Das erste Mal im Goms.

30‘000 Teilnehmer werden ihre Zelte für zwei Wochen im Goms aufschlagen. Die Helfer und Betreuer sind da noch nicht mitgerechnet.

Jetzt fragst du dich vielleicht, was mich das angeht. Mein dritter Krimi «Die Vergeltung des Engels» spielt genau in dem Gebiet, in dem das BuLa sein wird. Das ist wohl auch der Grund, dass ich meinen Krimi im BuLa vorstellen darf. Voraussichtlich am 28. Juli wird es soweit sein. Dazu habe ich schon einmal einen Flyer entworfen. In der Lagerzeitung und in der BuLa-App wird meine Vorstellung erwähnt werden. Bin gespannt, wie so ein Riesen-Lager auf mich wirken wird.

Klosterfrau, Gattin, Lehrerin

Zu Besuch bei Edith Kopf zum Vorlesen


Vorlesetag

Um das Vorlesen zu fördern, wurde der «Schweizer Vorlesetag» ins Leben gerufen. In diesem Jahr fand er am 18. Mai 2022 statt. Das Vorlesen hat viele Vorteile: Es fördert die Vorstellungskraft, fördert den Wortschatz, trainiert die Konzentration usw.

Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr beim Vorlesetag mitzumachen und mindestens einer Person vorzulesen. Meine Wahl fiel auf eine Frau, die ich sehr schätze und die auf ein recht spezielles Leben zurückblicken kann: Edith Kopf, die ich nur noch selten sehe. Sie ist dieses Jahr 88 Jahre alt geworden. Sie war stets eine elegante Dame mit einem Touch Pariser Chic. Dazu gleich mehr.

Rosenkranz und Fastnachtstanz

Aus diesem Buch des Limmat Verlags, das 2004 erschienen ist, lese ich ein paar Ausschnitte aus Ediths Leben vor. Das Buch enthält dreizehn Geschichten über Frauen im Wallis. Eine dieser Geschichten erzählt das Leben von Edith Kopf. Ihre Geschichte hat mich schon bewegt, als sie mir vor vielen Jahren erzählte, dass sie zwölf Jahre lang eine Klosterfrau gewesen sei. Und auch, wie sie ihren Mann kennengelernt hat.

«Das Kloster würde ich weglassen»

Unter diesem Titel schrieb die Journalistin Susanne Perren den Text über Edith und ihr Leben, das alles andere als gradlinig war. Im Video erfährst du mehr dazu. Ich habe Edith in ihrem Zimmer in der Seniorenresidenz «Sebastian» in Glis besucht. Es war eine Freude, sie wiederzusehen und ihr aus ihrem Leben vorzulesen.

Lehrerin an der Berufsschule

Edith arbeitete ein paar Jahre an der Kaufmännischen Berufsschule in Brig. Sie unterrichtete Französisch. Die Lernenden verehrten sie. Sie tun das noch immer, auch wenn sie inzwischen Kinder und Familie haben. Mit einer Klasse reisten Edith und ich nach Paris, wo sie gearbeitet und gelebt hat. Ein paar Fotos von damals (1994) habe ich noch gefunden und im Video eingebettet.

Bei meiner Freundin Edith (88)

Fiktion oder Fakten?

Wie weit muss ein Kriminalroman die Wirklichkeit abbilden? Geht es auch ohne Fakten? Sind Recherchen nötig?

Was braucht es für einen Krimi: Fiktion oder Fakten?

Ein Krimi muss beides haben, er muss eine gute und überzeugende Mischung aus Fiktion und Fakten liefern. Die Fakten müssen bis ins Details stimmen. Oft ist Spezialwissen für den jeweiligen Kriminalfall notwendig. Weil ein Krimi vom Milieu geprägt wird, braucht es ausserdem eine Menge Hintergrundwissen.

Die Polizei- und Ermittlungsarbeit muss realistisch sein. Zu realistisch darf es aber auch wieder nicht sein. Denn sonst ist die Geschichte nicht spannend. Kriminalfälle werden zum Beispiel nicht in wenigen Tagen gelöst. Man darf von der Realität aber nur dann abweichen, wenn es einen guten Grund gibt. Zum Beispiel ist das Ergebnis einer DNA-Analyse nicht schon nach zwei, drei Tagen da. In Wirklicht bekommt man das erst nach zirka zwei Wochen. Für den Spannungsbogen eines Krimis ist das eindeutig zu lang.

Polizeiarbeit

Für die Polizeiarbeit geht es nicht ohne persönlichen Kontakte zu. Die Arbeit ist komplex und erfordert viel Erfahrung. Für mich als Berufsschullehrerin, die Wirtschaft unterrichtet hat, wäre es undenkbar, dass in meinen Krimis ein Kommissar namens Steinalper vorkommt, ohne dass ich eine Ahnung bekommen habe, wie er in meinen Kriminalfällen vorgehen soll. Ich würde liebend gern, mal in einem Kommissariat arbeiten, um den Alltag der Polizisten zu kennen. Aber das gehe leider nicht, sagte man mir vor gut drei Jahren, als ich angefragt habe. Zum Glück lernte ich einen echten Kommissar kennen, der mich unterstützt, wenn ich Fragen habe zu konkreten Ermittlungen.

Medizin

Immer wieder stosse ich an meine Grenzen, wenn es um medizinische Fragen geht, die es bei einem Kriminalfall immer gibt Wertvolle Inputs gaben mir ein paar Fachbücher zur Rechtsmedizin. Wenn es sehr konkret wird, wie in meinem dritten oder vierten Krimi durfte ich zwei Medizinerinnen meine Fragen stellen.

Fachwissen

Für Spezialgebiete finde ich immer wieder Fachleute, die ich ansprechen kann und die sich Zeit nehmen, um meine Fragen zu beantworten. In meinem zweiten Krimi brauchte ich Kenntnisse übers Tauchen, da die erste Leiche im Gebirgssee auf der Bettmeralp gefunden wird. Der Tote war mit einem Wolfsfell bedeckt. Deshalb brauchte ich Kenntnisse zur Wolfproblematik. Ein Wildhüter gab mir gerne Auskunft. Am wichtigsten für den zweiten Band «Der Tote im Wolfspelz» waren die Informationen über die Verbindungsbahn zwischen den Tourismusstationen Riederalp und Belalp.

Am Schluss des zweiten Krimis stehen die Namen meiner Informanten. Im vierten Krimi habe ich darauf verzichtet. Es waren zu viele und ich wollte ihre Persönlichkeitsrechte schützen.

Der perfekte Mord

Informationen zu einem ganz speziellen Fachgebiet brauchte ich für meinen dritten Krimi «Die Vergeltung des Engels». Die Mordanschläge sollten nahezu perfekt sein: Eine Tatwaffe auf Distanz ohne Spuren zu hinterlassen: Sprengstoff! Ich führte Interviews mit einem Sprengstoffmeister und einem Informanten aus der einzigen Sprengstofffabrik, die es in der Schweiz in Gamsen gibt.

Medium

Im dritten Krimi geht es auch um spirituelle Medien.  Da ich noch nie eine Séance bei einem Medium erlebt habe, wusste ich nicht sehr viel darüber. Zu diesem Themenbereich habe ich ein praktizierendes Medium befragt und als Gegenpol einen Fachmann, der diese Branche sehr gut kennt und ihren Angeboten äusserst kritisch gegenübersteht.

Vor Ort

Meine Krimis spielen alle an Orten, die ich und die die meisten meiner Leserinnen und Leser kennen. Und trotzdem brauchte es eine Recherche vor Ort. Gerade wenn man den Ort immer wieder sieht, schaut man ihn sich nicht mehr richtig an. Es ist mir schon vorgekommen, dass ich durch genaue Betrachtung Details entdeckt habe, die auf den ersten Blick nicht auffallen. 😊

Biblio-Weekend 2022

Premiere

 Am letzten Wochenende im März fand das erste Biblio-Weekend in der ganzen Schweiz statt.  Das Ziel war, die Bevölkerung in die Bibliotheken zu locken. Zu Zeiten, in denen sie gewöhnlich nicht offen haben.Von Freitag bis Sonntag fanden die unterschiedlichsten Anlässe in den verschiedenen Bibliotheken statt. Und die Leute kamen. Auch solche, die man selten bis nie in der Bücherwelt antrifft. Unabhängig vom Alter: Sowohl Großpapi wie Bambini.

Krimi-Abend

Am Freitagabend stand ich selber in Naters im Rampenlicht. Die Gemeindebibliothek hatte zum Krimi-Abend mit mir geladen. Und die Leute kamen. Und sie waren begeistert. Das anschließende Apéro dauerte bis elf Uhr abends!

Flyer Biblio-Weekend

Zitate

Aus der Rede der Leiterin Manuela Grichting einige Zitate:

Manuela Grichting in der Gemeindebibliothek in Naters

„Beim Lesen deiner Krimis fühlt man sich fast wie ein Schauspieler, der zum Dreh gehört.“

“Der Humor kommt in ihren Krimis nicht zu kurz.“

“Die Orte werden genau beschrieben, man findet sich dort wieder. Der Leser übernimmt eine Rolle in ihren Krimis.“

“Manchmal huscht ein Lächeln über die Lippen.“

“Brigitta Winkelried spricht in ihren Krimis viel diskutierte und kontroverse Themen an.“

„Die Krimis sind vielschichtiger als man am Anfang der Lektüre annimmt. Der Gesellschaft wird der Spiegel vorgehalten.“

„Dank ihr hat das Oberwallis seine Krimigeschichten wie andere Regionen der Schweiz auch.“

Mein Ziel

Ich bin ganz rot geworden ob sie viel Lob und treffenden Aussagen. Und doch: Manuela Grichting hat genau das auf den Punkt gebracht, was ich mit meinen Krimis erreichen wollte. Der Weg zu diesem Ziel war lang und mit viel Arbeit verbunden. Aber es befriedigt mich ungemein, dass ich den Leuten Freude bereiten kann mit meinen Auftritten und mit einer spannenden Lektüre.

Interview

Drei Tage später habe ich Manuela Grichting in der Gemeindebibliothek in Naters besucht, um mit ihr über die Anlässe zu reden. Mich interessierte, wie es für sie und ihr Team gewesen war. Wie war das mit dem Krimi-Abend? Wie mit den drei Vorführungen des Kasperlitheaters „Belalp Häxxubühna“? Und wie mit der Lesung  aus der Befreiungsgeschichte von Yasmine Keles-Scheidegger?

Laufzeit: 7:15 Minuten

Ostermenü für Gourmets

Heute zeige ich dir eines meiner Lieblingsmenüs. Ich koche es nicht nur für mich und meinen Mann sehr gerne, sondern auch wenn wir Gäste haben. Der Grund ist ganz einfach: Es lässt sich sehr gut vorbereiten und der Arbeitsaufwand ist bescheiden.

Bevor du dir das Video anschaust und das Rezept herunterlädst noch ein paar Hinweise:

Bei den Zutaten verwende ich gerne mehr vom Rohschinken, als dass ich im Rezept angegeben habe. Ich esse die Füllung so gerne, dass ich vom Rohschinken, stets die doppelte Menge nehme. Die Füllung allein, ohne Koteletten, ist schon sehr sättigend. Also nicht zu viele Kotletten pro Person rechnen.

Mit dem im Video gezeigten Mengen an Zutaten können mein Mann und ich zweimal davon essen. Der Aufwand fürs Kochen lohnt sich dann doppelt. Mir schmeckt das Menü am anderen Tag sogar noch besser.

Laufzeit 8 1/2 Minuten

Alles neu …

Mein Logo

Auf meiner Webseite findest du zuoberst jetzt mein neues Logo. Darin erkennt man drei Dinge. In der Mitte liegt aufgeschlagen mein dritter Krimi. Links davon schaut eine Baccara-Rose aus dem Buch heraus. Und rechts zielt eine weibliche Hand mit einer Pistole auf das Buch oder – man könnte auch meinen – auf den Text.

Rose

Warum habe ich diese Komposition gewählt? Die Rose steht dafür, dass meine Krimis nicht blutig sind, sie steht dafür, dass auch das Schöne in meinen Romanen seinen Platz findet. Als Gegenpart zum Verbrecherischen in den Geschichten.

Pistole

Warum die Pistole – eine Glock 19 ? Eine Pistole verbindet man mit einem Krimi. Zudem ist es jene Waffe, mit der die Walliser Polizei ausgerüstet ist. Mein Kommissar – Steinalper – ermittelt ja in der Region des oberen Wallis. In meinen bisherigen Krimis ist die Waffe noch nie zum Einsatz gekommen.

Das alte Logo

In meinem vorherigen Logo war mein Familienwappen zu sehen.: Das Wappen der Imwinkelrieds. Meine Idee dahinter war folgende: Ein Wappen sieht edel aus, steht für Kontinuität und Qualität. Aber: Wer verbindet schon ein Wappen mit einem Krimi, dachte ich mir später. Deshalb habe ich nach einer neuen Idee für mein Logo gesucht.

Ein Logo für ein T-Shirt

Kaum war das neue Logo für die Webseite fertig, hatte ich die Idee, T-Shirts damit bedrucken zu lassen. Weil es sich um ein Foto handelt, wäre das doppelt so teuer geworden wie ein einfacher Schriftzug. Nach einigem Nachdenken und Entwerfen von mehreren Varianten habe ich mich für etwas ganz anderes entschieden. Sieh selbst:

Auf dem Bild trage ich ein T-Shirt von ESPRIT in der Grösse XS. (Ich habe normalerweise Konfektionsgrösse 38). In meinem zarten Alter bevorzuge ich eher weite Halsausschnitte und einen lockeren Schnitt.

Falls du auch ein solches T-Shirt haben möchtest, melde dich bei mir. Für Fr. 30.- plus Porto unter Angabe der gewünschten Grösse (XS, S, L, XL) und deiner Adresse sende ich es dir gerne zu. (brigitte.imwinkelried@gmail.com)

Mein vierter Krimi

Endlich war die Schreibpause vorbei! Mein Lektor gab mir grünes Licht, mit meinem vierten Krimi zu beginnen.

Doch aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für das Schreiben. Und auch dann, wenn man schon mehrere Bücher geschrieben hat. Schreiben ist nicht wie Skifahren. Hat man mal gelernt, wie man auf den Brettern herumkurvt, verlernt man es nimmer mehr.

Beim Schreiben ist es viel schwieriger. Man muss es jedes Mal wieder von neuem lernen. Klar, die Erfahrung hilft. Aber ohne Schweiß, Enttäuschungen und unzählige Überarbeitungen geht es nicht. Das muss man aushalten können.

Am schönsten ist das Schreiben, wenn man in einen FLOW gerät. Wenn ich im Flow bin, ist das Schreiben beglückend. Ich bin dann völlig vertieft in die Story, die ich schreibe. Ich leide mit, wenn Steinalper etwas schief geht. Wenn er Schwierigkeiten hat, den Täter ausfindig zu machen. Und ich freue mich mit ihm, wenn er mit Lisa, seiner Partnerin, wieder Frieden schließt.

Quiz

Ich habe mir neue Figuren für meinen vierten Krimi ausgedacht. Es sind alles junge Leute. Sie verbindet meine neue Story. Im Video stelle ich dir diese Personen vor. Eine von ihnen wird umgebracht. Finde heraus, wer von den 6 Personen ermordet wird. Schreib mir deine Antwort und gewinn einen meiner Krimis.

Laufzeit: 5 Minuten