Alle Beiträge von Brigitta Winkelried

Ferien-Lektüre- Tipps


Ferien!!!

Endlich Zeit, um ein Buch zu lesen oder einfach nichts zu tun. Für viele die schönste Zeit des Jahres. Am Strand liegen und Faulenzen. Andere Länder, andere Sitten kennenlernen. Ein bisschen leben wie die Menschen im Süden. Mit einer Nonchalance wie sie den Tag geniessen, unbekümmert davon, was alles danach im Terminkalender steht. Diese Leichtigkeit des Seins wenigstens ein paar Tage pflegen. Der Alltag kommt nach den Ferien noch früh genug. Etwas von dem Ferien-Feeling in den Alltag hinüberretten? Gelingt meist nicht.

Lies ein Buch!

In andere Welten eintauchen geht nicht nur, wenn wir in die Ferne reisen, sondern auch zuhause, zum Beispiel mit einem Buch. Während des Jahres, wenn man arbeiten muss, sind wir oft zu müde, um ein Buch zu lesen. Ausserdem fressen uns Netflix und das Handy schon viel von unserer Freizeit weg.

Der Vorteil eines Buches gegenüber diesen Medien: So richtig ruhig und entspannt wird man am besten mit einem spannenden Buch. Man ist dann voller Konzentration, in einer anderen Welt.

Welches Buch soll ich kaufen?

Bei über 50’000 Büchern, die neu im deutschen Sprachraum jedes Jahr auf den Markt kommen, fällt die Auswahl schwer. Da dachte ich mir, ich frage mal spontan ein paar Leute, die ich in der Stadt treffe, was sie mir empfehlen würden. Es sind aber nicht alle Leute bereit, sich filmen zu lassen. Um so mehr freut es mich, dass einige dazu bereit waren. Ihre Tipps findest du im Video. Schau selbst, welche Bücher sie für die Ferien vorgeschlagen haben. Viel Spass!

Sommerlektüre aus dem Oberwallis

Wenn du gerne mit einem spannenden Krimi und einem Glas Apérol im Liegestuhl sitzt und in die Welt des Aletschgebiets oder des Goms abtauchen möchtest und wenig Grausamkeit schätzt, dem empfehle ich meine Kriminalromane.

Die Hauptfigur, Kommissar Steinalper, löst in jedem meiner Bände Fälle, die in der Region Oberwallis spielen

Bundeslager im Goms

Dieses Jahr findet vom 23. Juli bis 6. August zum ersten Mal das Schweizerische Bundeslager der Pfadfinger statt, kurz BuLa genannt. Das BuLa findet nur alle 14 Jahre statt. Das erste Mal im Goms.

30‘000 Teilnehmer werden ihre Zelte für zwei Wochen im Goms aufschlagen. Die Helfer und Betreuer sind da noch nicht mitgerechnet.

Jetzt fragst du dich vielleicht, was mich das angeht. Mein dritter Krimi «Die Vergeltung des Engels» spielt genau in dem Gebiet, in dem das BuLa sein wird. Das ist wohl auch der Grund, dass ich meinen Krimi im BuLa vorstellen darf. Voraussichtlich am 28. Juli wird es soweit sein. Dazu habe ich schon einmal einen Flyer entworfen. In der Lagerzeitung und in der BuLa-App wird meine Vorstellung erwähnt werden. Bin gespannt, wie so ein Riesen-Lager auf mich wirken wird.

Klosterfrau, Gattin, Lehrerin

Zu Besuch bei Edith Kopf zum Vorlesen


Vorlesetag

Um das Vorlesen zu fördern, wurde der «Schweizer Vorlesetag» ins Leben gerufen. In diesem Jahr fand er am 18. Mai 2022 statt. Das Vorlesen hat viele Vorteile: Es fördert die Vorstellungskraft, fördert den Wortschatz, trainiert die Konzentration usw.

Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr beim Vorlesetag mitzumachen und mindestens einer Person vorzulesen. Meine Wahl fiel auf eine Frau, die ich sehr schätze und die auf ein recht spezielles Leben zurückblicken kann: Edith Kopf, die ich nur noch selten sehe. Sie ist dieses Jahr 88 Jahre alt geworden. Sie war stets eine elegante Dame mit einem Touch Pariser Chic. Dazu gleich mehr.

Rosenkranz und Fastnachtstanz

Aus diesem Buch des Limmat Verlags, das 2004 erschienen ist, lese ich ein paar Ausschnitte aus Ediths Leben vor. Das Buch enthält dreizehn Geschichten über Frauen im Wallis. Eine dieser Geschichten erzählt das Leben von Edith Kopf. Ihre Geschichte hat mich schon bewegt, als sie mir vor vielen Jahren erzählte, dass sie zwölf Jahre lang eine Klosterfrau gewesen sei. Und auch, wie sie ihren Mann kennengelernt hat.

«Das Kloster würde ich weglassen»

Unter diesem Titel schrieb die Journalistin Susanne Perren den Text über Edith und ihr Leben, das alles andere als gradlinig war. Im Video erfährst du mehr dazu. Ich habe Edith in ihrem Zimmer in der Seniorenresidenz «Sebastian» in Glis besucht. Es war eine Freude, sie wiederzusehen und ihr aus ihrem Leben vorzulesen.

Lehrerin an der Berufsschule

Edith arbeitete ein paar Jahre an der Kaufmännischen Berufsschule in Brig. Sie unterrichtete Französisch. Die Lernenden verehrten sie. Sie tun das noch immer, auch wenn sie inzwischen Kinder und Familie haben. Mit einer Klasse reisten Edith und ich nach Paris, wo sie gearbeitet und gelebt hat. Ein paar Fotos von damals (1994) habe ich noch gefunden und im Video eingebettet.

Bei meiner Freundin Edith (88)

Fiktion oder Fakten?

Wie weit muss ein Kriminalroman die Wirklichkeit abbilden? Geht es auch ohne Fakten? Sind Recherchen nötig?

Was braucht es für einen Krimi: Fiktion oder Fakten?

Ein Krimi muss beides haben, er muss eine gute und überzeugende Mischung aus Fiktion und Fakten liefern. Die Fakten müssen bis ins Details stimmen. Oft ist Spezialwissen für den jeweiligen Kriminalfall notwendig. Weil ein Krimi vom Milieu geprägt wird, braucht es ausserdem eine Menge Hintergrundwissen.

Die Polizei- und Ermittlungsarbeit muss realistisch sein. Zu realistisch darf es aber auch wieder nicht sein. Denn sonst ist die Geschichte nicht spannend. Kriminalfälle werden zum Beispiel nicht in wenigen Tagen gelöst. Man darf von der Realität aber nur dann abweichen, wenn es einen guten Grund gibt. Zum Beispiel ist das Ergebnis einer DNA-Analyse nicht schon nach zwei, drei Tagen da. In Wirklicht bekommt man das erst nach zirka zwei Wochen. Für den Spannungsbogen eines Krimis ist das eindeutig zu lang.

Polizeiarbeit

Für die Polizeiarbeit geht es nicht ohne persönlichen Kontakte zu. Die Arbeit ist komplex und erfordert viel Erfahrung. Für mich als Berufsschullehrerin, die Wirtschaft unterrichtet hat, wäre es undenkbar, dass in meinen Krimis ein Kommissar namens Steinalper vorkommt, ohne dass ich eine Ahnung bekommen habe, wie er in meinen Kriminalfällen vorgehen soll. Ich würde liebend gern, mal in einem Kommissariat arbeiten, um den Alltag der Polizisten zu kennen. Aber das gehe leider nicht, sagte man mir vor gut drei Jahren, als ich angefragt habe. Zum Glück lernte ich einen echten Kommissar kennen, der mich unterstützt, wenn ich Fragen habe zu konkreten Ermittlungen.

Medizin

Immer wieder stosse ich an meine Grenzen, wenn es um medizinische Fragen geht, die es bei einem Kriminalfall immer gibt Wertvolle Inputs gaben mir ein paar Fachbücher zur Rechtsmedizin. Wenn es sehr konkret wird, wie in meinem dritten oder vierten Krimi durfte ich zwei Medizinerinnen meine Fragen stellen.

Fachwissen

Für Spezialgebiete finde ich immer wieder Fachleute, die ich ansprechen kann und die sich Zeit nehmen, um meine Fragen zu beantworten. In meinem zweiten Krimi brauchte ich Kenntnisse übers Tauchen, da die erste Leiche im Gebirgssee auf der Bettmeralp gefunden wird. Der Tote war mit einem Wolfsfell bedeckt. Deshalb brauchte ich Kenntnisse zur Wolfproblematik. Ein Wildhüter gab mir gerne Auskunft. Am wichtigsten für den zweiten Band «Der Tote im Wolfspelz» waren die Informationen über die Verbindungsbahn zwischen den Tourismusstationen Riederalp und Belalp.

Am Schluss des zweiten Krimis stehen die Namen meiner Informanten. Im vierten Krimi habe ich darauf verzichtet. Es waren zu viele und ich wollte ihre Persönlichkeitsrechte schützen.

Der perfekte Mord

Informationen zu einem ganz speziellen Fachgebiet brauchte ich für meinen dritten Krimi «Die Vergeltung des Engels». Die Mordanschläge sollten nahezu perfekt sein: Eine Tatwaffe auf Distanz ohne Spuren zu hinterlassen: Sprengstoff! Ich führte Interviews mit einem Sprengstoffmeister und einem Informanten aus der einzigen Sprengstofffabrik, die es in der Schweiz in Gamsen gibt.

Medium

Im dritten Krimi geht es auch um spirituelle Medien.  Da ich noch nie eine Séance bei einem Medium erlebt habe, wusste ich nicht sehr viel darüber. Zu diesem Themenbereich habe ich ein praktizierendes Medium befragt und als Gegenpol einen Fachmann, der diese Branche sehr gut kennt und ihren Angeboten äusserst kritisch gegenübersteht.

Vor Ort

Meine Krimis spielen alle an Orten, die ich und die die meisten meiner Leserinnen und Leser kennen. Und trotzdem brauchte es eine Recherche vor Ort. Gerade wenn man den Ort immer wieder sieht, schaut man ihn sich nicht mehr richtig an. Es ist mir schon vorgekommen, dass ich durch genaue Betrachtung Details entdeckt habe, die auf den ersten Blick nicht auffallen. 😊

Biblio-Weekend 2022

Premiere

 Am letzten Wochenende im März fand das erste Biblio-Weekend in der ganzen Schweiz statt.  Das Ziel war, die Bevölkerung in die Bibliotheken zu locken. Zu Zeiten, in denen sie gewöhnlich nicht offen haben.Von Freitag bis Sonntag fanden die unterschiedlichsten Anlässe in den verschiedenen Bibliotheken statt. Und die Leute kamen. Auch solche, die man selten bis nie in der Bücherwelt antrifft. Unabhängig vom Alter: Sowohl Großpapi wie Bambini.

Krimi-Abend

Am Freitagabend stand ich selber in Naters im Rampenlicht. Die Gemeindebibliothek hatte zum Krimi-Abend mit mir geladen. Und die Leute kamen. Und sie waren begeistert. Das anschließende Apéro dauerte bis elf Uhr abends!

Flyer Biblio-Weekend

Zitate

Aus der Rede der Leiterin Manuela Grichting einige Zitate:

Manuela Grichting in der Gemeindebibliothek in Naters

„Beim Lesen deiner Krimis fühlt man sich fast wie ein Schauspieler, der zum Dreh gehört.“

“Der Humor kommt in ihren Krimis nicht zu kurz.“

“Die Orte werden genau beschrieben, man findet sich dort wieder. Der Leser übernimmt eine Rolle in ihren Krimis.“

“Manchmal huscht ein Lächeln über die Lippen.“

“Brigitta Winkelried spricht in ihren Krimis viel diskutierte und kontroverse Themen an.“

„Die Krimis sind vielschichtiger als man am Anfang der Lektüre annimmt. Der Gesellschaft wird der Spiegel vorgehalten.“

„Dank ihr hat das Oberwallis seine Krimigeschichten wie andere Regionen der Schweiz auch.“

Mein Ziel

Ich bin ganz rot geworden ob sie viel Lob und treffenden Aussagen. Und doch: Manuela Grichting hat genau das auf den Punkt gebracht, was ich mit meinen Krimis erreichen wollte. Der Weg zu diesem Ziel war lang und mit viel Arbeit verbunden. Aber es befriedigt mich ungemein, dass ich den Leuten Freude bereiten kann mit meinen Auftritten und mit einer spannenden Lektüre.

Interview

Drei Tage später habe ich Manuela Grichting in der Gemeindebibliothek in Naters besucht, um mit ihr über die Anlässe zu reden. Mich interessierte, wie es für sie und ihr Team gewesen war. Wie war das mit dem Krimi-Abend? Wie mit den drei Vorführungen des Kasperlitheaters „Belalp Häxxubühna“? Und wie mit der Lesung  aus der Befreiungsgeschichte von Yasmine Keles-Scheidegger?

Laufzeit: 7:15 Minuten

Ostermenü für Gourmets

Heute zeige ich dir eines meiner Lieblingsmenüs. Ich koche es nicht nur für mich und meinen Mann sehr gerne, sondern auch wenn wir Gäste haben. Der Grund ist ganz einfach: Es lässt sich sehr gut vorbereiten und der Arbeitsaufwand ist bescheiden.

Bevor du dir das Video anschaust und das Rezept herunterlädst noch ein paar Hinweise:

Bei den Zutaten verwende ich gerne mehr vom Rohschinken, als dass ich im Rezept angegeben habe. Ich esse die Füllung so gerne, dass ich vom Rohschinken, stets die doppelte Menge nehme. Die Füllung allein, ohne Koteletten, ist schon sehr sättigend. Also nicht zu viele Kotletten pro Person rechnen.

Mit dem im Video gezeigten Mengen an Zutaten können mein Mann und ich zweimal davon essen. Der Aufwand fürs Kochen lohnt sich dann doppelt. Mir schmeckt das Menü am anderen Tag sogar noch besser.

Laufzeit 8 1/2 Minuten

Alles neu …

Mein Logo

Auf meiner Webseite findest du zuoberst jetzt mein neues Logo. Darin erkennt man drei Dinge. In der Mitte liegt aufgeschlagen mein dritter Krimi. Links davon schaut eine Baccara-Rose aus dem Buch heraus. Und rechts zielt eine weibliche Hand mit einer Pistole auf das Buch oder – man könnte auch meinen – auf den Text.

Rose

Warum habe ich diese Komposition gewählt? Die Rose steht dafür, dass meine Krimis nicht blutig sind, sie steht dafür, dass auch das Schöne in meinen Romanen seinen Platz findet. Als Gegenpart zum Verbrecherischen in den Geschichten.

Pistole

Warum die Pistole – eine Glock 19 ? Eine Pistole verbindet man mit einem Krimi. Zudem ist es jene Waffe, mit der die Walliser Polizei ausgerüstet ist. Mein Kommissar – Steinalper – ermittelt ja in der Region des oberen Wallis. In meinen bisherigen Krimis ist die Waffe noch nie zum Einsatz gekommen.

Das alte Logo

In meinem vorherigen Logo war mein Familienwappen zu sehen.: Das Wappen der Imwinkelrieds. Meine Idee dahinter war folgende: Ein Wappen sieht edel aus, steht für Kontinuität und Qualität. Aber: Wer verbindet schon ein Wappen mit einem Krimi, dachte ich mir später. Deshalb habe ich nach einer neuen Idee für mein Logo gesucht.

Ein Logo für ein T-Shirt

Kaum war das neue Logo für die Webseite fertig, hatte ich die Idee, T-Shirts damit bedrucken zu lassen. Weil es sich um ein Foto handelt, wäre das doppelt so teuer geworden wie ein einfacher Schriftzug. Nach einigem Nachdenken und Entwerfen von mehreren Varianten habe ich mich für etwas ganz anderes entschieden. Sieh selbst:

Auf dem Bild trage ich ein T-Shirt von ESPRIT in der Grösse XS. (Ich habe normalerweise Konfektionsgrösse 38). In meinem zarten Alter bevorzuge ich eher weite Halsausschnitte und einen lockeren Schnitt.

Falls du auch ein solches T-Shirt haben möchtest, melde dich bei mir. Für Fr. 30.- plus Porto unter Angabe der gewünschten Grösse (XS, S, L, XL) und deiner Adresse sende ich es dir gerne zu. (brigitte.imwinkelried@gmail.com)

Mein vierter Krimi

Endlich war die Schreibpause vorbei! Mein Lektor gab mir grünes Licht, mit meinem vierten Krimi zu beginnen.

Doch aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für das Schreiben. Und auch dann, wenn man schon mehrere Bücher geschrieben hat. Schreiben ist nicht wie Skifahren. Hat man mal gelernt, wie man auf den Brettern herumkurvt, verlernt man es nimmer mehr.

Beim Schreiben ist es viel schwieriger. Man muss es jedes Mal wieder von neuem lernen. Klar, die Erfahrung hilft. Aber ohne Schweiß, Enttäuschungen und unzählige Überarbeitungen geht es nicht. Das muss man aushalten können.

Am schönsten ist das Schreiben, wenn man in einen FLOW gerät. Wenn ich im Flow bin, ist das Schreiben beglückend. Ich bin dann völlig vertieft in die Story, die ich schreibe. Ich leide mit, wenn Steinalper etwas schief geht. Wenn er Schwierigkeiten hat, den Täter ausfindig zu machen. Und ich freue mich mit ihm, wenn er mit Lisa, seiner Partnerin, wieder Frieden schließt.

Quiz

Ich habe mir neue Figuren für meinen vierten Krimi ausgedacht. Es sind alles junge Leute. Sie verbindet meine neue Story. Im Video stelle ich dir diese Personen vor. Eine von ihnen wird umgebracht. Finde heraus, wer von den 6 Personen ermordet wird. Schreib mir deine Antwort und gewinn einen meiner Krimis.

Laufzeit: 5 Minuten

Krimi-Abend in Münster

Die Sache mit der Projektion

Ich war gerade daran, die Lautsprecher, den Beamer und den Laptop zu verkabeln.

«Brigitta, schau mal», sagte Eveline Imoberdorf, die Leiterin der Regionalbibliothek Obergoms.

Schnell lief ich zu ihr hin. Sie stand neben einer eingerollten Projektionsleinwand, die schätzungsweise sechs Meter lang war.

«Die bekommen wir bestimmt nicht aufs Podest, wo du sitzen wirst. Die ist viel zu schwer», sagte Eveline stirnrunzelnd.

Die Leinwand war riesig und viel zu groß für die Bilder, die ich mit meinem Beamer projizieren wollte. «Welch ein Ungetüm. Nein, das geht wirklich nicht. Viel zu umständlich.»

Wir schauten uns gegenseitig an und überlegten, was wir tun könnten.

«Es geht immer was schief», sagte ich seufzend zu ihr. «Mal fehlt das Verlängerungskabel, mal findet man die Unterlagen nicht mehr. Ich habe schon alle möglichen Pannen erlebt. Vor allem beim Filmen.»

Eveline schaute mich ratlos an. «Dabei habe ich mich so gefreut, deine Videos anzuschauen.»

André, mein Lebenspartner, der sich mit der Buchhändlerin Kathrin Dietzel am Büchertisch unterhalten hatte, hatte gehört, welches Problem Eveline und ich hatten.

«Nehmt doch die weisse Wand da drüben.» Er deutete auf die weiße Fläche zwischen den zwei Fensterreihen, vor denen gelbe Vorhänge die die Fenster verdeckten.

Ich wusste sofort, dass das das mit der weissen Wand klappen würde, denn ich habe früher, als es noch keine Flachbildschirme gab, oft Filme auf unsere Wohnzimmerwand projiziert. Das Heimkino klappte damals tipptopp.

Als ich alle Geräte installiert hatte, war uns klar: Die weisse Wand war goldrichtig. Die Zuschauer konnten die Videos in guter Qualität geniessen, egal, wo sie sassen. Zudem gab mir die Lampe des Beamers genügend Licht zum Lesen. 🙂

im Alten Gemeindessaal

Knapp vor halb Acht hatte ich alles installiert und vorbereitet und war bereit. Es konnte losgehen.

Schon kamen die ersten Besucher, darunter auch Heinz Schild, der ehemalige Leiter des Regionaljournals am Radio, und seine Frau Vreni, sie waren extra aus Bern angereist. Welche ein Wiedersehen: Wir hatten uns vor über zehn Jahren auf Mallorca kennengelernt, wo die beiden mit ihrem Sohn Mike Laufwochen organisierten.

Im alten Gemeindesaal von Münster war der Platz knapp.

Immer mehr Besucher strömten durch die Tür des alten Gemeindesaals in Münster. Zusätzliche Stühle worden immer wieder geholt und hingestellt, bis der Raum keinen Platz mehr bot.

Die Masken

Alle Besuchter trugen ihre Gesichtsmasken, so wie es vorgeschrieben war. Personen, die ich sehr gut kenne, konnte ich ohne weiteres identifizieren, bei allen anderen, die ich kaum kenne, bei denen gelang mir das nicht.

Schade! Wie kann ich mir eine Person einprägen, wenn ich nur die obere Hälfte des Gesichts sehe, ihren Gesichtsausdruck aber nicht? So hatte ich keine Chance, alle diejenigen persönlich zu begrüßen, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen habe, oder die ich an diesem wunderbaren Abend neu kennenlernen konnte.

Die Buchvorstellung

Moderator Reinhard Eyer führte gekonnt durch den Abend. Mit seinen Fragen versuchte er, den Besuchern ein Bild von meinem dritten Krimi «Die Vergeltung des Engels» zu verschaffen.

Den Anlass habe ich angereichert mit vier Videos:

  • Vorstellung Reinhard Eyer, meinen Moderator, und mir
  • Den Hauptfiguren in meinen Krimis
  • Den Schauplätze in meinem dritten Krimi im Goms
  • Dem Buchtrailer

Das Publikum applaudierte nach jedem Video. Als ich am Ende der Veranstaltung Bücher signierte, wurden meine Videos sehr gelobt: So viel Abwechslung, so gut gemacht, so gute Musik in den Videos. Das hat mich glücklich gemacht, weil meine grosse Arbeit Anklang gefunden hatte.

Ich signierte nicht nur meine Bücher, sondern stempelte auf Wunsch den Krimi. Aus neun Stempeln konnte man auswählen. Mein Neffe hatte die Stempel mit seinem 3D-Drucker im November fabriziert.

Quiz

Hatten alle immer gut aufgepasst? Das wollte ich herausfinden. Und ja, das hatten sie. Diejenigen, die die richtige Antwort auf meine Fragen wussten, bekamen von mir eine Schachtel Pralinen geschenkt.

Was für ein wunderbarer Abend!

Geschenk überreicht von Eveline Imoberdorf

Rückblick auf 2021

Das Jahr 2021 verbinde ich mit vielen positiven Erlebnissen. Eine grosse Enttäuschung gab es gleichwohl. Was das war und noch viel mehr erzähle ich dir hier.

Februar

Die Lesung meines Krimis «Der Tote im Wolfspelz», die in Münster am 2. März hätte stattfinden sollen, fiel dem Lockdown zum Opfer. Als Ersatz habe ich mit der Leiterin der Regionalbibliothek Obergoms, Eveline Imoberdorf, einen Biblio-Talk gedreht und veröffentlich.

Biblio-Talk als Ersatz für die abgesagte Veranstaltung vom 7. März 2021

Endfassung

Nach der Weihnachtspause arbeitete ich an der Endfassung meines dritten Krimis «Die Vergeltung des Engels». Schon Wochen zuvor hatte ich dank meinem Lektor gegen vierzig Prozent meines Textes gestrichen und die notwendigen, umfangreichen Anpassungen vorgenommen. Mein Lektor und ich gingen ein letztes Mal das Manuskript durch.

Irgendwann sieht man nicht mehr, was man am eigenen Werk verbessern könnte. Anfang April ging das Manuskript an den Verlag.

März – Webseite

Jetzt hiess es monatelang warten, bis das Werk druckreif zu haben war.  Mein Coach riet mir, eine Schreibpause zu machen. Da ich kein Mensch bin, der untätig herumsitzen kann, kam ich auf die Idee , die ich schon vor drei Jahren hatte: Eine Webseite musste her. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete, wie das gemacht wird. Heute weiss ich: Das Erstellen einer Webseite ist mit viel Arbeit verbunden – wie das Schreiben eines Krimis. Aber Arbeit habe ich noch nie gescheut. Viele Erfahrungen reicher ging meine Webseite am 16. März online.

Das Logo und die Widgets auf meiner Webseite sind heute nicht mehr die gleichen. Das aktuelle Logo zeigt mein Familienwappen.

Blog?

Eine Webseite war mir zu statisch. Ich wollte regelmässig etwas Kreatives für meinen Webauftritt machen, am liebsten zusammen mit meinem Hobby Filmen, für das ich früher, als ich Vollzeit gearbeitet habe, nie Zeit hatte. Was ein Blog ist, wusste ich nicht genau. Ich stellte mir das als eine Art Tagebuch vor und schaute mir Beispiele dazu an. Meinen ersten Beitrag habe ich am 23. März hochgeladen. Ein Text mit Video und Fotos. Mittlerweile sind es siebzehn Blogbeiträge im 2021 geworden. Hier die «Hitparade» mit den meisten Aufrufen:

1. Festtags-Menü,

2. Buchtaufe ZAP Brig,

3. Krimi-Tag Solothurn.

Zu allen Blogs drehe ich Videos, die ich auf meinem YouTube-Kanal hochlade und im Blog-Text einbette.

September

Bevor mir mein Verlag schrieb, wann mein dritter Krimi erscheinen würde, erhielt ich am 13. September ein Mail in einer ganz anderen, sehr erfreulichen Angelegenheit: Mein zweiter Krimi «Der Tote im Wolfspelz» erscheine ab sofort in zweiter Auflage! Was bedeutet das konkret? Der Krimi ist bis dahin über 1000-mal verkauft worden. Von Leuten wie du, von Touristinnen und Touristen, von Leuten aus nah und fern. Toll! Danke!

November – Dezember

Gleich dreimal durfte ich vor Publikum meine Krimis vorstellen. Es waren wunderbare Anlässe mit interessierten, ja sogar begeisterten Leserinnen und Lesern. Zuerst am 4. November am Multimedia-Festival BergBuchBrig den Krimi «Der Tote im Wolfspelz». Den eigens dazu erstellten Buchtrailer, den ich dort gezeigt habe, ist seither auf meiner Webseite unter dem Menüpunkt «Krimis» zu finden.

Knapp einen Monat später, am 2. Dezember, ging die Buchtaufe meines Krimis «Die Vergeltung des Engels» über die Bühne und drei Tage später stellte ich ihn am Krimi-Tag in Solothurn vor.

Videos

Im Video erzähle ich, was in meinem Autorinnen-Leben letztes Jahr alles geschehen ist. Ausserdem erfährst du, was ich für 2022 plane. Viel Spass beim Zuschauen.

Laufzeit: 5 Minuten

Werbevideos

Im letzten Jahr habe ich zwei Sportler kennengelernt, die mir sehr sympathisch sind, und die sich spontan für ein Werbevideo zur Verfügung gestellt haben.

Im August war das Skirennfahrer Ramon Zenhäusern. Ein Auszug aus dem Video, das ich für die Buchtaufe im Dezember gedreht habe, siehst du hier gleich anschliessend.

Skirennfahrer Ramon Zenhäusern im Fitnesszentrum

Im November traf ich den Gommer Biathleten Benjamin Weger am Geschinersee. Warum gerade dort? Weger stammt aus Geschinen und der See und seine Umgebung kommen in meinem dritten Krimi vor. Die Temperaturen eiskalt, der See zugefroren, eine Nebeldecke lag über dem Gommer Hochtal. Warum gerade an jenem Tag? Weger hatte keinen anderen Termin mehr frei gehabt. Das Video, das ich gedreht habe, soll für den Krimi-Abend in Münster vom 3. Februar 2022 werben.

am Geschinersee im November

Laufzeit: 3:28 Minuten

Auf dem Plakat, das ich für den Krimi-Abend gestaltet habe, sieht man den Hinweis auf das Video mit Benjamin Weger.

Festtags-Menü exklusiv

Ich habe mir Gedanken gemacht, womit ich dir, liebe Leserin, lieber Leser, zu Weihnachten eine Freude machen könnte. Es sollte etwas sein, dass dir und deinen Lieben einen Genuss verschafft, den sie noch nie erlebt haben.

Ich dachte mir, ein Rezept könnte das bewirken. Ein Rezept, dass ich seit Jahrzehnten zur Weihnachtszeit koche, Gäste fragen mich dann immer nach dem Rezept, so unvergleichlich schmeckte es ihnen.

Du kannst das Menü Stunden vor dem Essen zubereiten. Wenn die Gäste kommen, musst du nicht in der Küche stehen, denn du kannst gemütlich beim Apéro sitzen bleiben und dich an den Gesprächen beteiligen.

Hier findest du gleich anschliessend zwei Videos, die zeigen, wie ich das Menü zubereitet habe. Das Rezept zum Ausdrucken findest du hier gleich anschliessend.

Laufzeit: 7:40

Wer mag, kann Reis zum Schweinsfilet im Teig servieren. Ich persönlich bevorzuge den Salat als alleinige Beilage, weil der Blätterteig schon viele sättigende Kohlenhydrate enthält.

Aufgepasst: Im Video nehme ich für die Füllung gleich die doppelte Menge von drei Zutaten , weil ich die so liebe. Deshalb wir mein Filet dicker als ich im Rezept geschrieben habe. Was das für Konsequenzen hat, siehst du im Video. Viel Spass!

Als Nachspeise serviere ich gerne exotische Früchte in einer deliziösen Orangenfruchtsauce. Wer mag, gibt eine Glace-Kugel dazu.

Laufzeit: 3:46

Hier die Rezepte zum Herunterladen und ausdrucken:

Krimi-Tag in Solothurn

Krimiautoren gegen Gewalt
Sonntag, 5. Dezember 2021, 10.30 Uhr

Es war das erste Mal, dass ich in der Deutschschweiz vor Publikum lesen durfte: für eine kleine Schriftstellerin aus der Provinz eine grosse Ehre. Um nicht erst kurz vor Beginn des Events aus dem Wallis anzureisen, habe ich ein Zimmer im Hotel La Couronne in Solothurn gebucht.

Das Wetter zeigte sich auf dem Weg zum Hotel von der garstigen Seite: Wind und Regen peitschten durch die Strassen und Gassen. Wir, mein Mann und ich, haben es trotzdem genossen, durch die barocke Altstadt zu flanieren und in einem Café sitzend die Passanten zu beobachten, die nach Geschenken für die Liebsten suchten.

Abends sassen wir an einem Fenster des Hotelrestaurants. Die Kellnerinnen und Kellner bedienten uns charmant und herzlich. Selten wurden wir von einem so gut organisierten Team bedient. An den Wänden hingen Fotos von Frauen, die so inszeniert waren, als sässen sie als Adlige einem Hofmaler Modell. Sehenswert!

Das Hotel hatte für uns das schönste Zimmer reserviert. Dort, drei Stockwerke höher, genossen wir später die Junior Suite mit Sofa, Chaise longue und dem wunderbaren Bett. Aus dem Ballsaal zwei Stockwerke unter uns, wo der Ball einer Studentenvereinigung stattfand, hörten wir weder Musik noch sonstige Geräusche.

Am nächsten Morgen traf ich in der Bar à Vin auf die anderen Autorinnen und Autoren. Christof Gasser, der den Anlass organisiert hatte, erklärte uns den Ablauf der Lesungen. Jeder hätte zehn Minuten Zeit zu lesen, die Zeit würde er mit der Stoppuhr messen. Am Anfang würde er zwei, drei Minuten Fragen an die Vorlesenden stellen. Vier Autorinnen und ein Autor plus der Moderator Christof Gasser würden je aus einem ihrer Krimis vorlesen.

Ein Blick in den Ballsaal, wo der Anlass stattfinden sollte, war enttäuschend: Nur die Hälfte der Stühle war besetzt. War es, weil der Eintritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat möglich war? Waren einige aus Angst vor Ansteckungen dem Event fernblieben? Schwer zu sagen.

Laufzeit: 3:45

Einblicke in den Anlass mit allen Autorinnnen und Autoren liefert dir das Video, das ich dazu gemacht habe. Ich muss vorausschicken: Ich sass hinter den Vorlesenden und filmte von dort mit meinem Handy. Was ich aus den Aufnahmen gemacht habe, siehst du im folgenden Video.

Laufzeit: 3:52

Die Fragen von Christof Gasser, meine Antworten darauf und welche Ausschnitte aus dem Krimi ich gelesen habe, kannst du hier gleich anhören. Ich habe diese Audio-Datei mit meinem Handy aufgenommen, das hinter mir beim Sofa lag.

https://brigitta-winkelried.com/wp-content/uploads/2021/12/mene-Lesung-am-Krimi-Tag-2021-1.mp3
Eventuell musst du die Lautstärke etwas höher wählen.