Hintergrund zu den Themen in den Krimis

Der Wolf ist ein Thema im Krimi

«Der Tote im Wolfspelz»

Der Wolf

In Westeuropa wurde der Wolf im 20. Jahrhundert fast vollständig ausgerottet. In die Schweiz wanderten 1995 wieder die ersten Wölfe ein. Immer wieder greifen sie bei der Nahrungssuche auch Nutztiere wie Schafe an.

Der Streit um die wilden Wölfe in der Schweiz und in Deutschland wird schärfer geführt denn je. Schafzüchter und Jäger wehren sich gegen den Wolf. Immer mehr dringen die Wölfe in die Dörfer vor. Die Frage lautet: Wann wird es soweit sein, dass der Wolf Menschen attackiert?

Der Wolf ist europaweit «streng geschützt». Die Regelung in der Schweiz: Erst wenn ein Wolf mehr als 25 Schafe in einem Monat reisst, darf ihn der Bund zum Abschuss freigeben.

Der Tote im Bettmersee, Timo, Hirschfeld, war ein Wolfsbefürworter, er hat sich öffentlich für den Wolf eingesetzt. Haben ihn Wolfsgegner auf dem Gewissen?

Kartenausschnitt: © Swisstopo, map.geo.admin.ch

Ein zweites grosses Thema in Band zwei:

Die Verbindungsbahn zwischen

Riederalp und Belalp

Dies ist nebst der Aufklärung des Mordes an Timo das Hauptthema in Band 2 «Der Tote im Wolfspelz»

Die Idee, die beiden Ski- und Wandergebiete Riederalp und Belalp über eine Bergbahn miteinander zu verbinden, existiert seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Die Gästefrequenz würde durch die Verbindung um 20 bis 40 Prozent erhöht, das wirtschaftliche Wachstum sichergestellt werden. Die Bahn würde das Aletschgebiet zu einem der grössten Player im Alpenraum machen.

Der Haken:

Das Gebiet zwischen Riederalp und Belalp liegt am Rande des Aletschgletschers. Brisant: Die neue Bahn durchquert ein Naturschutzgebiet des UNESCO-Welterbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn.

Die Bahn-Unternehmer haben sich in meiner Story mit den Naturschützern auf einen Kompromiss geeinigt: eine unterirdische Verbindung, eine Metro Aletsch, anstelle einer Pendelbahn.

Das Mordopfer Timo Hirschfeld leitete den Bau der Metro Aletsch. Hat der Mord damit zu tun?

Wenige Tage später liegt das nächste Opfer leblos in einem Hotelzimmer. Bei seinem Tod spielt Fentanyl eine Rolle.

Fentanyl ist eines der tödlichsten Opiode überhaupt und ist mitverantwortlich für Tausende von Toten in den USA.

Fentanyl wurde in den 1960er-Jahren als Anästhetikum für Operationen entwickelt. Seit den 1990er-Jahren wird es zur Behandlung von chronischen Schmerzen, zum Beispiel an Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium, verabreicht oder bei langen chirurgischen Eingriffen.

Fentanyl

Der Vorteil von Fentanyl bei der Schmerzbehandlung ist, dass es rund 100-mal stärker als Morphium ist. Es kann deshalb in geringerer Dosis verabreicht werden. Doch es ist genau diese Tatsache, die Fentanyl bei Missbrauch so tödlich macht. Denn das Opioid ist nicht nur viel wirkungsvoller als Morphium, es ist auch rund 50-mal stärker als Heroin.

In den unzähligen Berichten über tödliche Überdosen von Fentanyl ist nur selten die Rede vom ursprünglichen, natürlich rezeptpflichtigen Medikament. Vielmehr geht es hier um illegal hergestellte Variationen. Dass sich Labors finden, in denen diese hochgefährlichen Stoffe gebraut werden, lässt sich mit dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag begründen. Weil Fentanyl so potent ist, kann es viel stärker gestreckt werden.

1 KilogrammHeroinFentanyl
Herstellkosten6000 bis 7000 $5000 $
Einnahmen im Strassenverkauf80’000 $> 1,5 Mio $

Fentanyl ist so potent, dass es viel stärker gestreckt werden kann.

Ein Medikament gegen Demenz ist das grosse Thema in Band 1 «Das Wundermedikament»

Alzheimer- Demenz ist ersichtlich, wenn man ein gesundes Gehirn mit demjenigen eines Demenzkranken vergleicht.

Bei den Patienten sterben im Laufe der Krankheit sehr viele Gehirnzellen ab. Die Prozesse sind irreversibel.

Die Alzheimerkrankheit ist die häufigste Form einer Demenz.

Bisher gibt es keine Wirkstoffe, welche die Ursachen bekämpfen können.

Schon viele Pharmafirmen haben wegen Rückschlägen bei der Entwicklung eines Alzheimermedikaments ihre Studien frühzeitig abgebrochen.

Die Rückschläge in den Therapieansätzen haben damit zu tun, dass die Prozesse im Gehirn schon zu weit fortgeschritten sind, wenn Patienten die ersten Symptome zeigen und krankhaft vergesslich werden.

In meinem ersten Kriminalroman stellt ein Pharmaforscher ein Medikament aus einer exotischen Pflanze her, das garantiert gegen das schleichende Vergessen hilft. Die Pflanze wächst im tiefsten Dschungel Kolumbiens an verborgenen Plätzen, die nur einheimische Kräuterfrauen kennen.

Krimiautorin

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