Von Wäldern, einem Zauberbaum und einem Tannenbein (Gedicht) Eingängig-besinnliche Zeilen von Christine Bonvin, Nicolas Eyer, Anton Rey und Veronika Menath. Sie lesen am Kulturellen Adventskalender im Werkhof von Brig, wo jeden Abend in der Adventszeit eine künstlerische Darbietung gezeigt wird.
Wer ist die WAdS?
Seit fast fünfzehn Jahren bietet die Vereinigung der Walliser Autorinnen und Autoren deutscher Sprache WAdS aktiv Schreibenden und Literaturinteressierten ein inspirierendes Umfeld, um sich mit dem eigenen Schreiben und Geschriebenem von anderen auseinanderzusetzen, sich auszutauschen, einzubringen und sich zu vernetzen.
Im Zentrum steht ein Anspruch, der leiser klingt als er ist: Literatur aus dem deutschsprachigen Wallis sichtbar machen. Nicht laut und aufdringlich, sondern beharrlich, mit Qualität und Herzblut. Die WAdS sammelt Texte, kuratiert Lesungen, veröffentlicht Anthologien – und hält dabei stets die Türen offen. Denn zum Verein gehören nicht nur Schreibende, sondern auch Menschen, die zuhören, mittragen, bestärken.
Gedicht von Tony Rey Das Tannenbein
Ein Schaukelpferd – das Gampfiross – geschnitzet ganz.
aus Holz und zwar aus harter Eich‘
kommt in die Jahr‘. Der Kinderstolz verliert an Glanz,
und wird vom vielen Schaukeln matt, gar weich.
Das eine Bein – das hint’re links – an Heil’ger Nacht in Brüche geht,
so dass das Pferdchen nicht mehr steht.
Die Kinderschar heult bitter.
Dem Ross fehlt nun der Ritter.
Ein Retter naht und sieht die Not. Er hat Erbarm‘.
Zum Glück ist er ein Schnitzer. Entfernt mit starkem Arm
der Tannen grüne Blätter, schnitzt aus dem Holz des Baums ein neues Bein.
Es war wie immer am Freitag, und wie immer stieg er nach der Schule die verzogenen Stufen zur Wohnung seiner Uhrgrossmutter im alten Walliser Haus hoch. Wenn er ausatmete, bildete sich eine kleine, weisse Wolke vor seinem Gesicht, die kurz schwebte und dann verschwand. Schon vor der Wohnungstür roch es nach Plätzchen, süss und warm. Er freute sich auf warme Ovomaltine, Biskuits und darauf, Mausi zu streicheln. Von ihrem Kopf über den weissen Hals und weiter über das flauschige, schwarze Fell am Rücken zu fahren.
Wo ist Mausi?
«Ruben? Bist du’s», rief seine Urgrossmutter mit ihrer ein bisschen zittrigen Stimme.
Sie sass in ihrem Lieblingssessel, ein Wolltuch über den Knien.
«Hallo, Gotti, hier bin ich!» Er grinste und stellte den Einkaufskorb ab. «Wo ist Mausi?»
Sie sah kurz zum Holzstuhl, auf dem die Katze gewöhnlich ihr Nickerchen hielt. «Heute habe ich sie gar nicht gesehen.»
Er stellte sich vor, wie Mausi die ganze Nacht draussen auf der Suche nach Mäusen war. Bestimmt war sie müde und irgendwo dort draussen eingeschlafen.
«Vielleicht hat sie sich in der Scheune einen warmen Platz gesucht. Katzen finden überall ein Versteck», meinte Gotti.
Ruben runzelte die Stirn. Mausi war sonst immer da, wenn er am Freitag kam, lief schnurrend um seine Beine. «Oder auf dem Holzstapel hinter dem Haus. Katzen mögen solche Plätze.»
Sie nickte langsam.
«Ich schau mal kurz.»
Im Schlafzimmer? Nichts. In der Küche? Keine Spur. Mausis Fressnapf unberührt. Ein seltsames Gefühl breitete sich in seinem Bauch aus.
«Ich sehe mich mal draussen um, vielleicht finde ich sie», sagte Ruben, zog sich die Jacke an und spürte, wie sein Herz schneller schlug.
Rubens Suche
Vor dem Haus rief er ‘Mausi’. Lauschte. Kein Miauen. Selbst unter den Autos auf dem nahen Dorfplatz suchte er. Dann sah er etwas Weisses im Schein der Strassenlampen ganz still, unter einem der Autos liegen.
«Mausi?»
Er ging näher. Das Gesicht zum grössten Teil schwarz, rund um die Nase und Maul verlief ein weisses Feld, das sich bis zur Brust und zum Bauch fortsetzte. Die Vorderpfoten ebenfalls weiss. Das war eindeutig Mausi. Sie lag im Schatten des Reifens. Warum hatte sie sich dort verkrochen?
Der Boden war kalt und feucht. Trotzdem legte er sich auf den Bauch. Seine Jacke wurde schmutzig, doch das war ihm egal. Er streckte den Arm weit unter das Auto, bis er ihr weiches Fell berührte, sonst warm und lebendig, jetzt eisigkalt. Er schluckte. Tränen stiegen ihm in die Augen, aber er riss sich zusammen. Langsam und vorsichtig zog er Mausi näher. Ihr Körper war schwerer, als er erwartet hatte. Er zog die Katze heraus, setzte sich mit ihr im Arm auf den harten Parkplatzboden und weinte. Nach einer Weile wischte er sich über die Augen und stand auf.
Kurz darauf stand er wieder im Wohnzimmer der Urgrossmutter.
«Du hast sie gefunden», flüsterte sie mit brüchiger Stimme. «Danke, mein Junge.» Er setzte sich in einen Stuhl neben sie und nahm ihre Hand. Eine Weile sagten sie beide nichts.
«Ich nehme Mausi mit. Ich bringe sie zum Tierarzt.»
«Ein Tierarzt?» Sie schüttelte leise den Kopf. «Nein, Ruben … ein Tierarzt kann ihr nicht mehr helfen. Sie ist schon tot.»
Rubens Idee
Am Abend, als Ruben in seinem Zimmer sass und ein paar Bilder von Mausi auf seinem Handy anschaute, kam ihm ein verrückter Gedanke, der ihn nicht mehr losliess.
Am nächsten Morgen klopfte er bei Onkel Urban an, der passionierter Jäger war, und bat ihn mit zittriger Stimme, das Fell der Katze abzuziehen, zu gerben und zu konservieren. Als Erinnerung an Mausi. Für Gotti, die Urgrossmutter.
Anschliessend besuchte er seine Schwester Lena in ihrem improvisierten Techniklabor. Überall lagen Kabel, Motoren, winzige Gelenke, Platinen und kleine Kameras herum. Lena machte die Ausbildung zur Informatikerin, konnte alles Mögliche programmieren. Sie hatte schon Drohnen gebaut, kleine Roboter und sogar ein Modellauto, das zu ihm zurückfuhr, wenn er ‘Komm!’ sagte.
«Du siehst traurig aus», sagte sie, ohne aufzuschauen.
«Bin ich auch», antwortete Ruben. Er blieb stehen, die Hände in den Jackentaschen. Sein Blick glitt über den Bildschirm, wo Code, Zeile für Zeile flackerten.
Sie drehte sich zu ihm um. «Also? Warum kommst du zu mir?»
«Ich habe eine Idee.»
«Das habe ich mir gedacht.»
Er sah an die Decke, als suche er dort die richtigen Worte. Dann sagte er es ihr. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. «Das ist machbar», sagte sie. «Nicht einfach. Aber ich mache es.»
Lena arbeitete tagelang. Manchmal durfte Ruben helfen.
Jeder Besuch bei seiner Urgrossmutter fühlte sich nach Mausis Tod anders an. Ovomaltine und Plätzchen schmeckten zwar noch gleich. Aber etwas Entscheidendes fehlte. Ihre Blicke schweiften immer wieder zum Holzstuhl, auf dem Mausi früher auf einem Häkelkissen gelegen hatte.
Rubens Geschenk
Einen Tag vor Heiligabend war es so weit. Lena hatte ihn über eine WhatsApp-Nachricht in ihr Labor gerufen. Mit grossen Augen sah er, wie die Roboterkatze den Kopf hob, mit weichen LED-Augen blinzelte und ein leises ‘Miau’ ausstiess. Ruben bekam Gänsehaut. Er war enttäuscht. Nichts erinnerte an ein echtes Tier. Wie konnte man die Roboterkatze natürlicher wirken lassen? Er zerbrach sich den Kopf, bis ihm schliesslich eine Lösung einfiel: mit echtem Fell. Mit dem Fell von Mausi. Das war schwarz-weiss, weich und glänzend. An der Brust, im Gesicht und am Bauch verliefen weisse Stellen, wie frischer Schnee. Wenn der Roboter das Fell der Katze trug, würde er beinahe wie Mausi aussehen. Er holte den alten Schuhkarton mit Mausis gegerbten Fell, den er in seinem Schrank versteckt hatte.
Lena legte vorsichtig das Katzenfell über das Robotertier und befestigte es so, dass es aussah, als wäre Mausi … einfach da. Steifer zwar, aber perfekt, und vertraut.
Eine Stunde später stellte Ruben einen geflochtenen Katzenkorb rund wie eine kleine Höhle und mit einem Gittertürchen vorne auf den Tisch im Wohnzimmer der Urgrossmutter. Sie lächelte. Vorsichtig öffnete sie das Gitter, hielt einen Moment inne.
«Mausi?», flüsterte sie staunend. «Ach, Ruben … wie schön.» Ihre Augen glänzten. Langsam streckte sie die Hand aus und berührte vorsichtig das schwarz-weisse Fell.
Ein Summen ertönte. Die Roboterkatze hob langsam den Kopf, setzte sich auf, schob sich aus dem Korb und streckte ihre mechanischen Pfoten.
Gotti lachte. Ein warmes Lachen, das er lange nicht mehr gehört hatte. Sie streichelte das Fell, Mausis Fell, und schloss die Augen.
«Was für ein Wunder.»
Es war nicht wirklich Mausi. Aber es fühlte sich richtig an. Er hatte Gotti glücklich gemacht. Und dieses Gefühl war wie ein kleines, warmes Licht in seinem Herzen
Diese Geschichte ist meiner Mutter und meiner Grossmutter gewidmet. Mausi hiess die Katze meiner Mutter. Für Grossmutter, die wir 'Gotti' nannten, habe ich als Jugendliche die Einkäufe erledigt.
Was einst als Idee begann, ist heute eine lebendige, offene Gemeinschaft von Autorinnen, Bloggerinnen, Tagebuchschreiberinnen, Lyrikerinnen, Hobby- wie Profischreiberinnen. Auf Facebook und ihrer eigenen Webseite vernetzen sich Frauen aus allen Regionen der Schweiz, um ihre Leidenschaft für das Schreiben zu teilen.
Ins Leben gerufen wurde die lose Vereinigung von Patricia Aschilier, die sich wünschte, Schreibende zu vernetzen, Möglichkeiten für den Austausch zu schaffen und Frauen zu ermutigen, ihre Worte in die Welt zu tragen. Ihr Impuls hat eine wachsende Bewegung angestoßen: eine Community, die inspiriert, unterstützt und verbindet. Mittlerweile sind es 368 Schreibfrauen. Die Frauen aus verschiedenen Genres haben eines gemeinsam: die Passion des Schreibens.
Was verbindet die Schreibfrauen?
Die Gruppe dient als Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – unabhängig von Form, Stil oder Erfahrung. In den Beiträgen und Diskussionen geht es um:
Inspirationen und Schreibideen
Fragen rund ums Publizieren und Self-Publishing
konstruktives Feedback zu Texten
Austausch über Schreibblockaden und kreative Routinen
Hinweise zu Kursen, Workshops und Lesungen
Durch die Vielfalt an Stimmen entsteht ein kreatives Miteinander, das Mut macht, dranzubleiben – ob am ersten Roman, am Gedichtband oder am persönlichen Blog.
eine besondere Gemeinschaft
Die Schweizer Schreibfrauen sind bewusst offen und ungezwungen. Es gibt keine formelle Mitgliedschaft, keine strengen Vorgaben, keine Erwartungen an Veröffentlichungen. Es geht um Freude am Schreiben, um gegenseitige Unterstützung und um das Gefühl, Teil einer Schreibgemeinschaft zu sein.
Patricia Aschilier hat damit etwas geschaffen, das im digitalen Raum selten geworden ist: einen Ort ohne Konkurrenzdruck und ohne Perfektionsanspruch – stattdessen geprägt von Wohlwollen, Kreativität und echter Gemeinschaft.
Mitmachen
Ob eine Frau ihre Texte schon veröffentlicht hat oder heimlich schreibt, ob sie Prosa, Poesie oder persönliche Gedanken liebt – bei den Schweizer Schreibfrauen findet sie Gleichgesinnte, Inspiration und Austausch.
Eine Community, die zeigt: Schreiben verbindet. Und manchmal entstehen Freundschaften.
Zum ersten Mal fand das Schweizer Krimifestival in Bern statt, im Hotel National. Zweimal fand es in Grenchen statt, mit mässigem Erfolg.
Anstatt an zwei Tagen fand das Festival in Bern an einem einzigen Tag statt. Gut erreichbar mit dem ÖV und an einem Veranstaltungsort, der bekannt ist.
Das Konzept ging auf. Ob Krimifans oder einfach Neugierige – viel mehr Leute als in den zwei Festivals zuvor fanden den Weg ins National.
Besucher lernten Autorinnen und Autoren persönlich kennen. Liessen die Bücher signieren, egal, ob sie direkt vor Ort bei Orell Füssli gekauft worden sind, oder von zuhause mitgenommen wurden.
Am meisten Besucher lockten die beiden Vorträge an. Der bekannte Gutachter der Schweiz, Frank Urbaniok, hielt einen Vortrag über die Gefährlichkeitsbeurteilung von Straftätern. Als er auf der Bühne stand, war der Saal brechend voll.
Das Thema Strafverteidigung – insbesondere über den Einsatz verdeckter Ermittler am Vormittag, lockte ebenfalls sehr viele Zuschauer in den Theatersaal des Hotels National.
Gegründet wurde das Festival 2020. Bis Herbst 2024 war Christof Gasser Präsident des Vereins „Krimi Schweiz“. Er gehörte zu den drei Nominierten für den Krimipreis 2025.
Im Video lernst du zwei der drei Nominierten für den Krimipreis kennen, den Präsidenten von Krimi Schweiz, und spontan von mir interviewte Besucher. Viel Spass.
Mein Mann kennt alle Schauspieler, die in deutschen Krimis mitspielen. Ebenfalls weiss er Bescheid über all die unzähligen Krimi-Serien, die tagtäglich am TV laufen.
Als ich 2018 anfing Kriminalromane zu schreiben, begann ich auch Tatort-Krimis zu schauen. Von da an begriff ich jene Leute, die mir sagten, sie hätten am Sonntagabend keine Zeit, wenn ich sie zum Essen einladen wollte.
Die beiden Münchner Kommissare Nemec & Wachtveitl gefielen mir auf Anhieb am besten. Deshalb habe ich das Buch über sie sofort vorbestellt, als ich ein entsprechendes Inserat eines Buchhändlers sah. Das war vor zwei Monaten. Gestern erhielt ich das Buch. Im Video erzähle ich dir, was ich schon daraus gelesen habe und wie mir das Buch gefällt.
Kennst du den Kiosk Blausee neben der Bergstation Bettmeralp im Aletschgebiet? Dieser Kiosk schliesst heute Donnerstag in einer Woche für immer. Ein Treffpunkt für Feriengäste und Einheimische geht damit verloren. Warum dir und mir das nicht gleichgültig sein sollte, erkläre ich dir gleich.
MEHR ALS EIN KIOSK
Wenn du die Glasschiebetüren der Bergstation der Aletsch Bahnen passierst, siehst du den Kiosk sofort. Am Gebäude der Sesselbahn Blausee gegenüber steht gross in Rot geschrieben: «Kiosk, Tickets, Shop, Eingang». Frisch angekommene Gäste besuchen oft zuerst den Kiosk, bevor sie ihre Ferienwohnung oder das Hotel aufsuchen oder zu einer Wanderung aufbrechen. Selbst Hunde zieht es in den Kiosk, bekamen sie doch von der Verkäuferin C. ein Goody.
Damit ist es endgültig vorbei.
Leute, die Auskünfte wünschten, sich wegen irgendetwas beschweren wollten oder von ihren privaten Problemen erzählen wollten, fanden in der Verkäuferin C. ein offenes Ohr. C. hörte ihnen geduldig zu. Ihr ging es nicht nur ums Verkaufen, sie schätzte den Kontakt mit den Leuten, sie sass nicht einfach nur hinter der Ladentheke und kassierte ein. C. war die gute Seele des Ladens. Nicht zuletzt wegen ihr war der Kiosk ein Treffpunkt für alle Leute.
NUR RENDITE ZÄHLT
Der Kiosk entstand 2010 mit dem Bau der gleichnamigen Sesselbahn. Doch ab heute ist Schluss mit dem Kiosk. Viele Waren wurden in den letzten Wochen mit 50 % Rabatt verkauft, nichts mehr bestellt. In Zukunft werden anstelle von Getränken, Zigaretten, Souvenirs, Geschenken, Zeitungen oder Büchern mietbare Skischränke angeboten.
Der Kiosk sei defizitär, hiess es von den Aletsch Bahnen, denen der Kiosk gehört, und jedes Jahr sei das Defizit grösser geworden. Die Konsumenten hätten ihr Verhalten geändert und würden nicht mehr im Kiosk einkaufen. Der Kiosk würde in einen Raum für Skischränke umgebaut. Sind Skischränke wirklich rentabler als ein Kiosk ? Wie viele Monate pro Jahr werden sie genutzt werden? Vier Monate? Von Dezember bis März?
KIOSK ADE
Die meisten Gäste sind traurig über den Schliessungsentscheid, verstehen nicht, wie man einen sozialen Treffpunkt für die Rendite opfern kann. Selbst eine Petition konnte die Schliessung nicht verhindern. Hätte es nicht auch andere Lösungen gegeben anstelle der Skischränke?
NEUER KIOSK
Beispielsweise hätte man den schlecht genutzten Eingangsbereich des Kiosks attraktiver und einladender gestalten können. Das Einkaufserlebnis im Laden selbst hätte man mit einem moderneren Laden-Ambiente verbessern können. Da drängt sich mir der Vergleich mit dem Laden von Nathalie Kummer auf der Riederalp auf. Ihr Souvenir & Geschenke zum Alte Stall floriert. Den Kiosk Blausee in einem solchen Stil hätte dem Kiosk der Aletsch Bahnen gut angestanden. Für das Image der Bettmeralp wäre das sehr förderlich gewesen und der Kiosk hätte möglicherweise besser rentiert.
WAS WIRD FEHLEN?
In Zukunft werden im Kiosk Blausee keine Dienstleistungen mehr für die Menschen dort oben angeboten. Er war der einzige Laden auf Bettmeralp, in dem man nebst vielem anderem eine breite Auswahl an Taschenbüchern kaufen konnte. Auch meine Kriminalromane gehörten dazu.
Mein Buch «Der Tote im Wolfspelz» verkaufte sich im Kiosk Blausee sehr gut, wohl weil der Kriminalroman auf der Bettmeralp spielt, aber sicher auch, weil die Verkäuferinnen vom Kiosk viel dazu beigetragen haben. Ihnen danke ich von ganzem Herzen. Nicht zuletzt dank ihnen ist «Der Tote im Wolfspelz» bald einmal in zweiter Auflage erschienen.
Diesen Sommer reise ich an den Chiemsee. Ich habe mich nach einem Reiseführer umgesehen. Zuerst in der hiesigen Bibliothek, dann in meiner Stamm-Buchhandlung. Doch für mein Urlaubsziel habe ich dort kein Buch gefunden. Zuhause habe ich danach auf Amazon nachgeschaut: Reiseführer 2025, von diesem Jahr, also topaktuell. Das passt, dachte ich.
Die Enttäuschung
Nach drei Tagen meine Enttäuschung. Der Reiseführer enthielt kein einziges Bild, das Layout war grenzwertig und manchmal waren Zeilen in englischer Sprache. Mein Eindruck: Das ist kein Reiseführer, das ist Schrott! Und dafür habe ich über 16 Euro hingelegt. Ich habe sofort vermutet, der Inhalt dieses Reiseführers ist aus allen möglichen Quellen im Internet abgekupfert worden. Alles Inhalte, die ich im Internet auch gefunden hätte.
Der Spiegel-Artikel
Mein Ärger wurde noch grösser, als ich dann den Spiegel Nr. 26 las. Unter dem Titel „Onlinebuchhandel: Das Geschäft mit KI-generierten Schrottbüchern auf Amazon“ wurde anhand des Reiseführers „Hamburg mit Kindern“ aufgezeigt, wie das Buch vor Fehlern strotzt. Ein Beispiel daraus: Bei einer Kneipe hieß es, es sei ein beliebter Treffpunkt für Familien, doch die Kneipe ist bekannt vor allem bei Nachtschwärmern.
Buch ohne Autorin
Ich horchte auf und schaute mir auf Amazon die Autorin Marion J. Nelson. Klickte auf „Autor“ war nichts von der Autorin zu sehen, dafür landete ich auf unzählige weitere Reiseführer 2025 von ihr. Unmöglich, dass eine Autorin für all diese Destinationen Recherchen durchzuführen in der Lage war: Meran, Odenwald, Potsdam, Verona, Friaul, Bretagne, Taipeh, Taiwan usw.
Der Handel mit KI-Reiseführern scheint zu florieren. Bei der Suche nach einem Reiseführer, werden die KI-Bücher von Amazon prominent vorgeschlagen. Welcher Kunde will schon viel Zeit verlieren, um das gesuchte Buch zu finden?
Mit wenig Aufwand verdient Amazon viel Geld.
Doch der Kunde kann auf der Webseite von Amazon nicht erkennen, dass kein Mensch das Buch geschrieben hat. Wenn er dann das Buch geliefert bekommen , ärgert er sich. Sein Geld ist weg. Der Frust groß. Für gute Reiseführer will der Kunde nicht noch einmal Geld ausgeben. Das schadet den guten Reiseführer-Büchern, für die Autorinnen und Autoren gründlich recherchiert, Zeit und Geld investiert haben.
Susi zog ihr T-Shirt aus, danach auch die Shorts. Das Häufchen Stoff zu ihren Füssen, reckte sie die Arme hoch, um die leichte Brise, die vom Meer her wehte, in ihren verschwitzten Achselhöhlen zu spüren. Viel Abkühlung brachte das nicht. Nur noch mit ihrem Bikini bekleidet bückte sie sich, packte Shirt und Shorts und warf beides auf das Mäuerchen, das die Straße vom Vorplatz des Centre Professionell de la Plongée, der Tauschschule, trennte, rannte zum Absperrhahn der Berieselungsanlage, zog den Schlauch von ihm herunter und drehte den Hahn voll auf. Heiß floss das Nass über die Finger ihrer linken Hand, verbrannte ihr beinahe die Haut.
Wasser!
Sie wartete ein paar Minuten, bis kühleres Wasser aus der Leitung floss, reckte ihren Körper unter den Strahl, mal hin, mal her, ließ das Nass über ihr blondes Haar laufen. Wie gut sich das anfühlte.
Konnte sie das Bikini-Oberteil auch ausziehen? Ein Blick zu den Fenstern der Büros des Tauchzentrums bestätigte ihr, dass niemand sie beobachtete. Vermutlich waren alle mit ihren Booten weit weg auf Tauchgang.
Doch da! Aus dem Augenwinkel nahm sie einen Schatten hinter einem der Fenster wahr, der sich bewegte. Beobachtet jemand ihr Tun? Besser, sie beeilte sich. Sie wollte keinen Ärger bekommen. Rasch zerrte sie das klatschnasse T-Shirt und die Shorts wieder über ihren nassen Körper, packte ihre Strandtasche und lief weg.
Der Taucher
Sie sah nicht, wie ein Mann zum Absperrhahn rannte, ihn zudrehte und ihr nachblickte, bis sie hinter der nächsten Straßenecke verschwand. Sein Blick schweifte zum Mäuerchen, wo etwas Metallenes die gleißende Mittagssonne reflektierte. Es musste aus der Tasche der Frau gefallen sein. Er ging hin, bückte sich und hob das Gerät hoch. Ein Kabel mit Ohrhörern baumelte am Gerät. Durch den durchsichtigen Plastik-Deckel war eine Musikkassette zu sehen.
Disco
Abends tanzte Susi lustlos in der Disco des Hotels Bel Azur, einen Gin Tonic in der Hand. Das war ihr letzter Abend, die Ferien vorbei. Verstohlen musterte sie die Tanzenden. Sechs von ihnen hatte sie vor fünf Tagen kennengelernt. Alle waren ganz nett und lustig. Zusammen hatten sie viel Spaß gehabt. Eric aus Genf tanzte mit Anegret aus Schweden, strich ihr unaufhörlich über ihren beachtlichen Hintern. Michèle aus Paris flirtete mit dem Clubleiter: dicker Schnauz, kohlrabenschwarze volle Haare, kurze Beine, Bauchansatz. Fand Michèle den wirklich sexy? An der Bar saß Gerlinde aus Dortmund und stierte den Barkeeper aus trägen Augen an, erst vor einer Woche hatte sie ihren Mann verloren. Milena aus Mailand tanzte, in sich selbst verliebt, vor dem seitlichen Spiegel der Tanzfläche. Viktoria aus Wien war auf Toilette, vermutlich zog sie dort eine Linie Koks rein. Verdrossen ließ Susi ihre Affären Revue passieren: Keine Beziehung hatte lange gehalten.
Discjockey
Ihr Blick glitt zum Discjockey. Hatte er außer schmalzigen Pop-Songs auch was Modernes im Repertoire, wie z.B. von Michael Jackson? Sollte sie zu ihm gehen und schauen, ob er ihr einen Wunsch erfüllen würde? Sein Hawaii-Hemd war so gar nicht nach ihrem Geschmack. Ihr Blick glitt zu den Goldketten um seinen Hals. Sie rümpfte die Nase. Ihr Glas war leer. Sie lief zur Bar und bestellte sich einen neuen Gin Tonic.
Der Song war zu Ende. Die ersten Takte des nächsten Lieds waren zu hören. Sie kannte die Melodie, bevor der Gesang einsetzte: „It’s close to midnight“, sang Michael Jackson. Eines der Lieder auf ihrer Lieblingskassette!
Traummann
Sie dankte dem Barkeeper und drehte sich zur Tanzfläche um. Und dann sah sie IHN. Sein T-Shirt saß so eng, dass man sein Sixpack deutlich erkennen konnte, schwarze Wuschelhaare mit von der Sonne gebleichten Strähnen, bronzefarbene Haut, Lippen zum Küssen schön, bernsteinfarbene Augen. Er sah verdammt gut aus. Ihr Traummann!
Mit hochgestrecktem Arm bedeutete er ihr, sie solle zu ihm auf die Tanzfläche kommen. Beinahe hätte sie ihren Gin Toni fallen lassen. Sie wagte kaum zu atmen. Mit weichen Knien lief sie zu ihm.
Amir
«Je suis Amir.» Seine Stimme klang tief und einschmeichelnd. «Danse avec moi, ma belle.»
Sie musste lachen. Seiner Einladung konnte sie nicht widerstehen. Wie in Trance schmiegte sie sich an ihn, überliess sich seiner Führung. Tief sog sie seinen Duft ein. Er roch nach Meer.
Als der Song zu Ende war, blieben sie und Amir eng umschlungen stehen.
«Vien», sagte er und fasste sie bei der Hand. Draussen nahm er sie in den Arm und küsste sie. Sie fand es wunderschön.
«Vien. Je connais un endroit, ou nous sommes seul.» Ich kenne einen Ort, wo wir allein sind.
Amphitheater
Der Mond hing zwischen den funkelnden Sternen und leuchtete ihnen den Weg. Amir führte sie zum Amphitheater des Hotels, wo die abendlichen Shows für die Hotelgäste aufgeführt wurden. Sie schritten die Stufen bis zur Bühne hinunter, blieben dort stehen. Amir schob den Vorhang zur Seite. Im Halbdunkel konnte sie kaum etwas sehen. Mit einem Feuerzeug aus seiner Hosentasche zündete er eine Kerze an, die er irgendwo gefunden hatte.
Wie Verdurstende fielen sie übereinander her. Seine Haut schmeckte tatsächlich nach Meerwasser. Sie genoss seine Hände auf ihrer Haut. Sie war verloren.
Etwas später
«Ich habe dich vor zwei Tagen schon einmal gesehen», hauchte er an ihrem Ohr.
«Wo denn?», flüsterte sie.
«Vor der Tauchschule. Du hast dich beinahe nackt vor dem Büro des Direktors unter dem Wasserstrahl abgekühlt.»
«Du hast mich gesehen?»
Er nickte und lächelte schalkhaft.
«Hat mich sonst noch jemand gesehen ausser dir?»
Wieder nickte er und grinste. «Der Direktor. Er sagte zu mir, es sei eine Schande, dass sich eine Frau so obszön auf dem Areal seiner Schule aufführe.»
«Die Hitze. Ich hielt es nicht mehr aus. Männer laufen doch auch mit nacktem Oberkörper rum. Jedenfalls bei uns zuhause.»
«Hier bei uns nicht. Du bist hier in einem Land, wo sich Frauen noch bis vor wenigen Jahren verschleiern mussten.»
«Was hast du von mir gedacht, als du mich halbnackt vor der Tauchschule gesehen hast?»
«Ich dachte nur: Das gibt Ärger. Der Direktor ist nämlich ein strenger Moslem. Er sagte zu mir: ’Schick sie weg. Aber schnell. Bevor ich die Polizei rufe.’»
Sie verdrehte die Augen. Verstehe einer diese Araber. Prüde sind sie sicher nicht immer.
Amir nahm sie wieder in seine Arme, küsste sie zärtlich. Wieder liebkoste er sie am ganzen Körper. «Encore une fois», vernahm sie seine erotische Stimme, noch einmal.
Vier Stunden später
Sie hatte keine Sekunde geschlafen, endlos lange an die Decke gestarrt, in Gedanken an Amir, und was sie miteinander geteilt hatten. Das hatte ihr noch gefehlt: Sie hatte Liebeskummer. Endlich hatte sie ihren Traummann gefunden und schon war er wieder weg.
Das Taxi zum Flughafen holte sie morgens um fünf ab. Die ersten Vögel pfiffen schon. Noch trunken von ihrer Liebesnacht hatte sie während der stundenlangen Fahrt vom Hotel Bel Azur zum Flughafen von Tunis nicht schlafen können.
Enttäuschung
Im Flugzeug sah sie, wie das Festland immer kleiner wurde und schliesslich dem offenen Meer wich. Die Distanz zu Amir immer grösser. Eine Träne kullerte aus ihrem Augenwinkel über die Schläfe und rann auf ihre Bluse. Sie hatte nur eine einzige Nacht mit ihm gehabt. Würde Sie ihn je wiedersehen? Bei dem Gedanken fiel ihr ein: Sie hatte seine Adresse nicht und er hatte die ihre auch nicht. Warum hatte sie nicht daran gedacht?
Walkman
Nachdenklich schaute sie auf ihren Walkman, in dem ihre liebste Musikkassette steckte. Auf einmal stutzte sie und schaute genauer hin. Es war nicht ihre Thriller-Kassette von Michael Jackson. Aber was war es dann für eine Kassette? Sie öffnete das Kassettendach des Walkmans. Das war keine Kassette, die sie in die Ferien mitgenommen hatte. Die Schrift darauf war eindeutig arabisch. Arabische Lieder? Sie drückte auf die Play-Taste. Nein, es war keine arabische Musik. Überhaupt keine Musik. Die Spulen im Gehäuse der Kassette klemmten, spielten das Magnetband, das auf ihnen aufgewickelt war, gar nicht ab.
Nachricht
Sie klaubte die Kassette heraus, um zu schauen, wo das Problem lag. Als sie das kleine zusammengefaltete Zettelchen dahinter entdeckte, schlug ihr Herz schneller: ein Fahrschein! Ihre Hände zitterten, als sie das Busticket umdrehte: «Susi, je t’aime, mon amour. Ich habe vom Bel Azur deine Adresse bekommen. Ich werde dich besuchen. Bald.»
Wahr oder nicht?
Die Geschichte hat sich im Sommer 1983 genauso abgespielt. 😊
Durch verwunschene Welten wandeln, entlegene Orte bereisen, fremden Menschen plötzlich ganz nahe sein: All das können wir, wenn wir zwischen zwei Buchdeckel eintauchen. Bücher können vieles: Sie lassen uns dem Alltag entfliehen, machen uns unbekannte Welten auf und öffnet Denkräume.
Vor dem Schlafengehen ein Buch zu lesen, das taten vor dem elektronischen Zeitalter die meisten von uns. Durch das Handy und die sozialen Medien geraten Bücher allerdings zunehmend in Vergessenheit.
Statt unsere Zeit mit einer spannenden Lektüre zu verbringen, greifen wir automatisch zum Smartphone. Lesen? Das können wir auch ein anderes Mal. Schade, denn ein Buch sorgt nicht nur für einen besseren Wortschatz, sondern hat auch viele gesundheitliche Vorteile. Drei davon verrate ich hier:
Weniger Stress
Weil wir in eine fremde Welt eintauchen, lassen wir sämtliche Sorgen hinter uns. Unser Körper kann entspannen, die Atmung verlangsamt sich. Dadurch sinken auch die Herzfrequenz und der Blutdruck, was unser allgemeines Wohlbefinden fördert.
Verbesserung unseres Gedächtnisses
Während Bücher Kindern dabei helfen, ihre kognitiven Fähigkeiten zu entwickeln, können auch Menschen bis ins hohe Alter vom Lesen profitieren. Indem wir lesen, beugen wir Gedächtnisverlust vor.
Besserer Fokus und Konzentration
Wir sind denkfaul geworden. Kein Wunder, im Internet können wir heutzutage alles nachschlagen, ohne gross darüber nachzudenken. Geschweige denn, uns selbst auf die Lösung des Problems zu konzentrieren. Auch Apps, die uns ständig an Dinge erinnern, sind diesbezüglich nicht besonders hilfreich. Indem wir allerdings täglich rund 30 Minuten lesen, trainieren wir unser Gehirn und sind dadurch wieder aufmerksamer und konzentrationsfähiger.
Flow-Zustand im Gehirn
Wenn du vertieft in ein Buch bist und liest, wie ein Gesicht beschrieben wird, sind dieselben Hirnareale aktiv, wie wenn du das Gesicht tatsächlich sehen würdest. Beim Beschrieb von Landschaften sind deine Orientierungszellen aktiv, und so weiter.» Das kann sogar einen Flow-Zustand auslösen, in dem andere physiologische Prozesse verlangsamt sind – wie bei der Meditation.
Im Video lese ich Kapitel 15 aus meinem vierten Kriminalroman mit Kommissar Edgar Steinalper vor.: „Mord hinter dem Vorhang“. Wünsche viel Spass.
Manch einer versteht Fremdwörter oft falsch, sei es, weil der Wortschatz zu klein ist oder die Fremdwörter falsch verwendet werden. Manche Menschen verwenden häufig Fremdwörter, weil sie beeindrucken möchten. Politiker z.B. verwenden Fremdwörter, um klüger zu wirken. 😊
Um Wichtigtuer und hochnäsige Bildungsmenschen zu entlarven, die sich hinter Sätzen mit vielen Fremdwörtern verstecken, muss man sie verstehen. Möglichst viele Fremdwörter zu verstehen, schadet nicht, sie zu gebrauchen manchmal schon. Sie zurückhaltend einzusetzen, auch nicht.
Fremdwörter können tückisch sein. Wer ein Fremdwort nicht versteht, falsch ausspricht oder falsch gebraucht, enthüllt seine mangelnde Bildung.
Englische Fremdwörter
Noch schlimmer als Fremdwörter sind englische Ausdrücke. Junge Leute verwenden gerne englische Wörter, weil sie sowohl Anglizismen als auch neuen Wörtern gegenüber offen sind. Wer keinen Englisch-Unterricht in der Schule hatte, versteht Fremdwörter aus dem Englischen meist kaum oder versteht sie falsch.
Fremdwörter Quiz
Ich habe eine Liste mit zehn Fremdwörtern zusammengestellt und fünf Personen damit zum Quiz gebeten. Zwei von ihnen haben einmal ein Studium absolviert, drei eine Berufslehre. Wer von ihnen kann alle Fremdwörter erklären? Oder gibt es bei einigen Fremdwörtern auf der Liste sogar mehr als eine Erklärung, die richtig ist? Rate mit! Schau dir mein Video an. Wieviel Punkte von elf würdest du erreichen?
Werbeslogans
Studien zeigen, dass jeder vierte Werbeslogan in englischer Sprache einfach nicht verstanden wird. Die Slogans sind meist kurz und knapp. Die Kunden können die Slogans meist nicht sinngemäss verstehen. Das sorgt manchmal für skurrile Übersetzungen. Der Klassiker: «Come in and find out» der Parfümeriekette Douglas wurde von den Kunden als «Komm rein und finde wieder raus» interpretiert. Die Wenigsten sind in der Lage, eine Übersetzung zu geben.
Durch Social Media verbreiten sich negative Neuigkeiten rasend schnell, auch schlechte Werbung. Ein Beispiel: Burger King wollte am internationalen Frauentag 2021 auf die verschwindend geringe Zahl von Frauen in professionellen Küchen hinweisen. Doch der Slogan «Women belong in the kitchen» (dt.:»Frauen gehören in die Küche») löste einen Sturm der Entrüstung aus.
Wer Reklametexte schreibt, sollte sie in der Sprache verfassen, die die Kunden im alltäglichen Leben sprechen. Dann würde jeder die Werbebotschaft richtig verstehen.