Schlagwort-Archive: Die Vergeltung des Engels

Ferien-Lektüre- Tipps


Ferien!!!

Endlich Zeit, um ein Buch zu lesen oder einfach nichts zu tun. Für viele die schönste Zeit des Jahres. Am Strand liegen und Faulenzen. Andere Länder, andere Sitten kennenlernen. Ein bisschen leben wie die Menschen im Süden. Mit einer Nonchalance wie sie den Tag geniessen, unbekümmert davon, was alles danach im Terminkalender steht. Diese Leichtigkeit des Seins wenigstens ein paar Tage pflegen. Der Alltag kommt nach den Ferien noch früh genug. Etwas von dem Ferien-Feeling in den Alltag hinüberretten? Gelingt meist nicht.

Lies ein Buch!

In andere Welten eintauchen geht nicht nur, wenn wir in die Ferne reisen, sondern auch zuhause, zum Beispiel mit einem Buch. Während des Jahres, wenn man arbeiten muss, sind wir oft zu müde, um ein Buch zu lesen. Ausserdem fressen uns Netflix und das Handy schon viel von unserer Freizeit weg.

Der Vorteil eines Buches gegenüber diesen Medien: So richtig ruhig und entspannt wird man am besten mit einem spannenden Buch. Man ist dann voller Konzentration, in einer anderen Welt.

Welches Buch soll ich kaufen?

Bei über 50’000 Büchern, die neu im deutschen Sprachraum jedes Jahr auf den Markt kommen, fällt die Auswahl schwer. Da dachte ich mir, ich frage mal spontan ein paar Leute, die ich in der Stadt treffe, was sie mir empfehlen würden. Es sind aber nicht alle Leute bereit, sich filmen zu lassen. Um so mehr freut es mich, dass einige dazu bereit waren. Ihre Tipps findest du im Video. Schau selbst, welche Bücher sie für die Ferien vorgeschlagen haben. Viel Spass!

Sommerlektüre aus dem Oberwallis

Wenn du gerne mit einem spannenden Krimi und einem Glas Apérol im Liegestuhl sitzt und in die Welt des Aletschgebiets oder des Goms abtauchen möchtest und wenig Grausamkeit schätzt, dem empfehle ich meine Kriminalromane.

Die Hauptfigur, Kommissar Steinalper, löst in jedem meiner Bände Fälle, die in der Region Oberwallis spielen

Bundeslager im Goms

Dieses Jahr findet vom 23. Juli bis 6. August zum ersten Mal das Schweizerische Bundeslager der Pfadfinger statt, kurz BuLa genannt. Das BuLa findet nur alle 14 Jahre statt. Das erste Mal im Goms.

30‘000 Teilnehmer werden ihre Zelte für zwei Wochen im Goms aufschlagen. Die Helfer und Betreuer sind da noch nicht mitgerechnet.

Jetzt fragst du dich vielleicht, was mich das angeht. Mein dritter Krimi «Die Vergeltung des Engels» spielt genau in dem Gebiet, in dem das BuLa sein wird. Das ist wohl auch der Grund, dass ich meinen Krimi im BuLa vorstellen darf. Voraussichtlich am 28. Juli wird es soweit sein. Dazu habe ich schon einmal einen Flyer entworfen. In der Lagerzeitung und in der BuLa-App wird meine Vorstellung erwähnt werden. Bin gespannt, wie so ein Riesen-Lager auf mich wirken wird.

Krimi-Abend in Münster

Die Sache mit der Projektion

Ich war gerade daran, die Lautsprecher, den Beamer und den Laptop zu verkabeln.

«Brigitta, schau mal», sagte Eveline Imoberdorf, die Leiterin der Regionalbibliothek Obergoms.

Schnell lief ich zu ihr hin. Sie stand neben einer eingerollten Projektionsleinwand, die schätzungsweise sechs Meter lang war.

«Die bekommen wir bestimmt nicht aufs Podest, wo du sitzen wirst. Die ist viel zu schwer», sagte Eveline stirnrunzelnd.

Die Leinwand war riesig und viel zu groß für die Bilder, die ich mit meinem Beamer projizieren wollte. «Welch ein Ungetüm. Nein, das geht wirklich nicht. Viel zu umständlich.»

Wir schauten uns gegenseitig an und überlegten, was wir tun könnten.

«Es geht immer was schief», sagte ich seufzend zu ihr. «Mal fehlt das Verlängerungskabel, mal findet man die Unterlagen nicht mehr. Ich habe schon alle möglichen Pannen erlebt. Vor allem beim Filmen.»

Eveline schaute mich ratlos an. «Dabei habe ich mich so gefreut, deine Videos anzuschauen.»

André, mein Lebenspartner, der sich mit der Buchhändlerin Kathrin Dietzel am Büchertisch unterhalten hatte, hatte gehört, welches Problem Eveline und ich hatten.

«Nehmt doch die weisse Wand da drüben.» Er deutete auf die weiße Fläche zwischen den zwei Fensterreihen, vor denen gelbe Vorhänge die die Fenster verdeckten.

Ich wusste sofort, dass das das mit der weissen Wand klappen würde, denn ich habe früher, als es noch keine Flachbildschirme gab, oft Filme auf unsere Wohnzimmerwand projiziert. Das Heimkino klappte damals tipptopp.

Als ich alle Geräte installiert hatte, war uns klar: Die weisse Wand war goldrichtig. Die Zuschauer konnten die Videos in guter Qualität geniessen, egal, wo sie sassen. Zudem gab mir die Lampe des Beamers genügend Licht zum Lesen. 🙂

im Alten Gemeindessaal

Knapp vor halb Acht hatte ich alles installiert und vorbereitet und war bereit. Es konnte losgehen.

Schon kamen die ersten Besucher, darunter auch Heinz Schild, der ehemalige Leiter des Regionaljournals am Radio, und seine Frau Vreni, sie waren extra aus Bern angereist. Welche ein Wiedersehen: Wir hatten uns vor über zehn Jahren auf Mallorca kennengelernt, wo die beiden mit ihrem Sohn Mike Laufwochen organisierten.

Im alten Gemeindesaal von Münster war der Platz knapp.

Immer mehr Besucher strömten durch die Tür des alten Gemeindesaals in Münster. Zusätzliche Stühle worden immer wieder geholt und hingestellt, bis der Raum keinen Platz mehr bot.

Die Masken

Alle Besuchter trugen ihre Gesichtsmasken, so wie es vorgeschrieben war. Personen, die ich sehr gut kenne, konnte ich ohne weiteres identifizieren, bei allen anderen, die ich kaum kenne, bei denen gelang mir das nicht.

Schade! Wie kann ich mir eine Person einprägen, wenn ich nur die obere Hälfte des Gesichts sehe, ihren Gesichtsausdruck aber nicht? So hatte ich keine Chance, alle diejenigen persönlich zu begrüßen, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen habe, oder die ich an diesem wunderbaren Abend neu kennenlernen konnte.

Die Buchvorstellung

Moderator Reinhard Eyer führte gekonnt durch den Abend. Mit seinen Fragen versuchte er, den Besuchern ein Bild von meinem dritten Krimi «Die Vergeltung des Engels» zu verschaffen.

Den Anlass habe ich angereichert mit vier Videos:

  • Vorstellung Reinhard Eyer, meinen Moderator, und mir
  • Den Hauptfiguren in meinen Krimis
  • Den Schauplätze in meinem dritten Krimi im Goms
  • Dem Buchtrailer

Das Publikum applaudierte nach jedem Video. Als ich am Ende der Veranstaltung Bücher signierte, wurden meine Videos sehr gelobt: So viel Abwechslung, so gut gemacht, so gute Musik in den Videos. Das hat mich glücklich gemacht, weil meine grosse Arbeit Anklang gefunden hatte.

Ich signierte nicht nur meine Bücher, sondern stempelte auf Wunsch den Krimi. Aus neun Stempeln konnte man auswählen. Mein Neffe hatte die Stempel mit seinem 3D-Drucker im November fabriziert.

Quiz

Hatten alle immer gut aufgepasst? Das wollte ich herausfinden. Und ja, das hatten sie. Diejenigen, die die richtige Antwort auf meine Fragen wussten, bekamen von mir eine Schachtel Pralinen geschenkt.

Was für ein wunderbarer Abend!

Geschenk überreicht von Eveline Imoberdorf

Tatort Goms 2 – Buchtaufe in der ZAP Brig

Es war ein tolles Gefühl, nach monatelanger Arbeit mein neues Werk «Die Vergeltung des Engels» in der ZAP Brig vorzustellen. Bis zuletzt habe ich gezittert, ob die Veranstaltung möglich sein würde. In den Tagen vorher stieg die Zahl der Corona-Infizierten dramatisch an. Niemand wusste, was Staats- oder Bundesrat beschliessen würden. Lockdown oder nicht? Zum Glück war die Schweiz legerer als Österreich.

Die Besucher mussten während der Vernissage Masken tragen. Von denjenigen, die sich nicht angemeldet hatten, musste die ZAP wegen dem Contact Tracing zuerst die Daten erfassen. Deshalb begann die Buchtaufe mit zehn Minuten Verspätung. Die Musiker verkürzten Gotts-sei-Dank das Warten auf den Start der Vorstellung mit einem Song.

Samuel Werner und Tony Eggel von der Band Remember

Aus den vielen Eindrücken der Vernissage meines dritten Krimis gebe ich hier eine kleine Auswahl wieder:

Es war ein schöner, abwechslungsreicher Anlass. Um die vierzig Leute hatten sich trotz steigenden Pandemiezahlen in die Buchhandlung ZAP Brig gewagt. Es hätten rund die Hälfte mehr sein können, aber einige wurden krank, wieder andere wollte sich keinem Risiko einer Corona-Ansteckung aussetzen und blieben deshalb der Veranstaltung fern.

Laufzeit: 3:41

Das Feedback der Anwesenden war äusserst positiv und sehr schmeichelhaft für mich. Es hat allen Zuschauern so richtig Spass gemacht, in jeder Hinsicht. Das spannende Gespräch mit Reinhard Eyer liess keinen Zuhörer kalt. Die Songs «Kriminaltango» und «Der Mörder ist immer der Gärtner» haben die Musiker Tony Eggel und Samuel Werner – beide von der Band Remember – speziell für die Buchvernissage eingeübt. Passend zum Krimi. Einmalig!

Ich selber habe drei Videos zum Buch gezeigt: eines über die Hauptfiguren und die Schauplätze & Tatorte, die im Krimi vorkommen und einen Buchtrailer. Die monatelange Filmerei und Schnittarbeit hat sich gelohnt.

Allen, die da waren, ein herzliches Dankeschön. Dass ihr da wart. Und für das tolle Feedback. Merci!

Mordfall im Goms

Ihr Stil liest sich leicht. Die Geschichten, die sie schreibt, berühren mich. Nathalie Benelli ist eine Klasse für sich in der Redaktion des Walliser Boten, unserer einzigen Lokalzeitung. Als stellvertretende Chefredaktorin schultert sie jeden Tag viel Arbeit, damit die Zeitung attraktiv ist.

Quelle: RRO

Ausserdem

Wenn ich in der Kolumne «Ausserdem» des Walliser Boten sehe, dass ihr Lockenkopf mit dem zauberhaften Lächeln unterhalb des Textes zu finden ist, bin ich sicher, dass ich nach der Lektüre ein Schmunzeln nicht unterdrücken kann. Eine willkommene Prise Heiterkeit vor dem Sportteil.

Interview

Das Interview mit Frau Benelli war äusserst interessant. Ich merkte gleich, wie stark Presseleute zeitlich unter Druck stehen. Die Tagesaktualität bringt die Pläne oft durcheinander. Hut ab für die Leute, die es tagtäglich schaffen, eine tolle Zeitung herauszubringen!

Aus dem Walliser Boten:

Über mich

Ich rede nicht gerne über mich. Lieber höre ich anderen zu, was sie erzählen. Aber als Autorin habe ich gelernt, genau das zu tun: Über das, was ich tue, zu reden, auch vor der Kameralinse meines Handys. Im Video erfährst du, was mich am Genre Kriminalroman fasziniert, und um was sich meine drei Krimis drehen.

Laufzeit: 5:40

Tatort Goms 1

Mein neuer Kriminalroman spielt an verschiedenen Schauplätzen im Goms, von Fiesch aufwärts bis nach Ulrichen. Das hat einen Grund: Ich habe einen grossen Bezug zu diesem sonnenverwöhnten Hochtal.

Für mich ist wichtig, dass meine Krimis an Orten stattfinden, die es gibt, über die ich Bescheid weiß. Die Schauplätze kenne ich zwar, aber kenne ich sie so gut, dass ich über ein Verbrechen schreiben kann, dass dort passieren könnte? Ohne Recherche geht es trotzdem nicht.

Den Beitrag vorlesen lassen

https://brigitta-winkelried.com/wp-content/uploads/2021/09/Tatort-Goms-1.wav

Reckingen

Meine Kindheit verbrachte ich in Reckingen. Wir wohnten bis 1970 auf der Anhöhe – auf der «Hehji» – zwischen Reckingen und Gluringen direkt beim Bach, der aus dem Bächital herabfliesst.

Mein Bruder Franz und ich im Auto meines Patenonkels. Im Hintergrund die Gebäude, die die Lawine weggerissen hat.

Fünf nach fünf blieb die Zeit stehen

Der Weisse Tod kam in Reckingen in der Nacht auf den 24. Februar 1970, frühmorgens. Um fünf Minuten nach fünf erfasste eine gewaltige Staublawine aus dem Bächital den westlichen Teil des Dorfes und begrub 48 Menschen in sechs Wohnhäusern unter sich. 19 Verschüttete konnten in anderthalb Stunden lebend geborgen werden.

Mein Bruder Franz und ich. Im Hintergrund die Offiziersmesse, die von der Lawine mitgerissen wurde.

Wie durch ein Wunder blieb unser Haus unversehrt, abgesehen von den Sachschäden. Um das Dorf in Zukunft besser zu schützen, wurde ein Schutzdamm gebaut. Künftige Lawinen hätten direkt unser Haus getroffen. Unser Wohnhaus mit Werkstatt musste weichen. Es steht heute in Fiesch.

Im Hintergrund sieht man den Lawinenkegel. Den Skilift gibt es nicht mehr.
1. Kommunion in Reckingen. Links: Regina, die die Lawine nicht überlebt hat. Neben mir Eugen, der mehr Glück hatte.

Münster

Seit über fünfzehn Jahren sind wir regelmässig in Münster. Wir geniessen die saubere Luft, die kühlen Nächte im Sommer, und die vielen Sportmöglichkeiten, nicht zuletzt die schneesicheren Loipen im Winter.

Inspiration

Das Goms ist für mich Inspiration: Im Sommer 2018 blitzte in meinem Kopf die Idee zu einem neuen Krimi auf. Ich war am Joggen entlang des ehemaligen Militärflugplatzes und ich fragte mich: Was wäre, wenn hier eine Explosion eine junge Frau in den Tod reissen würde? Ein Mord im friedlichen Goms! 

Zwei Jahre später

Wenn du das Gefühl hast, das sei ein bisschen seltsam, was ich mir in meinem dritten Krimi «Die Vergeltung des Engels» ausgedacht habe, denke daran, dass die Sachen, die in meinem Buch vorkommen, möglich wären. Wenn ich bei der Realität geblieben wäre, hätte ich einen Kapellenführer mit dem Titel «Sakrallandschaft Goms» geschrieben oder so was ähnliches.

Video mit Aufnahmen meines Vaters

In meinem Video zu diesem Blogbeitrag sind Ausschnitte von Filmaufnahmen zu sehen, die mein Vater nach der Lawine gemacht hat. Er ist 1997 viel zu früh, mit 72 Jahren, gestorben.

Video zum Beitrag

Laufzeit: 6:50