{"id":4457,"date":"2023-06-19T18:01:10","date_gmt":"2023-06-19T16:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/?p=4457"},"modified":"2025-08-12T14:05:10","modified_gmt":"2025-08-12T12:05:10","slug":"brigittas-sommerkrimi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/?p=4457","title":{"rendered":"Brigitta&#8217;s Sommerkrimi"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Sun, Run and something to win<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Endlich durfte ich wieder laufen. Vergessen war der Unfall der vergangenen Woche, bei dem ich auf der Badematte ausgerutscht war. Meine Beine flogen nur so dahin. Es war ein Vergn\u00fcgen, wieder so schnell laufen zu k\u00f6nnen, wie es meine Puste gerade noch zulie\u00df.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"474\" height=\"444\" data-attachment-id=\"4480\" data-permalink=\"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/?attachment_id=4480\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?fit=1833%2C1716&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1833,1716\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;1.78&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 14 Pro&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1686995124&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.86&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.015384615384615&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"IMG_2622\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?fit=474%2C444&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-4480\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?resize=474%2C444&#038;ssl=1\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?resize=1024%2C959&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?resize=300%2C281&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?resize=768%2C719&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?resize=1536%2C1438&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?resize=1200%2C1123&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?resize=1320%2C1236&amp;ssl=1 1320w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?w=1833&amp;ssl=1 1833w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?w=948&amp;ssl=1 948w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2622.jpeg?w=1422&amp;ssl=1 1422w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Laufstrecke am Yachthafen<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Entlang meiner derzeitigen Laufstrecke rund um den Hafen von Porto Rotondo, wo die teuren Yachten vor Anker lagen, gab es normalerweise viel zu sehen, nur jetzt noch nicht. Kaum jemand liess sich zu so fr\u00fcher Stunde auf den Decks der Yachten blicken, doch das w\u00fcrde sich bald \u00e4ndern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Einzig ein muskul\u00f6ser Mann in T-Shirt und Shorts spritzte barf\u00fc\u00dfig mit einem Schlauch in der Hand eine kleinere Yacht ab. Vermutlich ein Mietobjekt, zu mieten f\u00fcr ein paar hundert Euro pro Tag. Der Angestellte des Yachtvermieters beachtete mich nicht. Er war zu besch\u00e4ftigt, um mir nachzuschauen. Seine Putzarbeit hinderte ihn allerdings nicht daran, gleichzeitig ein wortreiches Gespr\u00e4ch mit seinem Handy zu f\u00fchren. Die Sarden waren &#8211; wie alle Italiener &#8211; telefonino-s\u00fcchtig.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\r\n<div class=\"wp-block-embed__wrapper\"><a href=\"https:\/\/youtu.be\/v-YbrtPrfe8\" rel=\"nofollow\">https:\/\/youtu.be\/v-YbrtPrfe8<\/a><\/div>\r\n<figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Der Kurzkrimis vorgelesen von der Autorin \/ mit Fotos<\/strong><\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Traum-Yacht<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich lief kopfsch\u00fcttelnd weiter. Gleich w\u00fcrde ich den Yacht-Club erreichen und weiter hinten bei den gr\u00f6\u00dferen Schiffen vorbeilaufen. Vorher aber n\u00e4herte ich mich der luxuri\u00f6sen Yacht \u201aFreedom\u2018, die von Roberto Cavalli entworfen worden war. Welch ein Traum von einer Yacht, falls man eine Vorliebe f\u00fcr Schwarz hatte. Jedes noch so kleine Detail f\u00fcgte sich zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk. Die Yacht war wie eines seiner Kleider, das er entworfen hatte: einzigartig und perfekt. Auf dem Kai, an dem die Yacht vor Anker lag, lief ich gew\u00f6hnlich langsamer, um beim Vorbeilaufen die Yacht zu betrachten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Pl\u00f6tzlich tat sich etwas auf der \u201aFreedom\u2019-Yacht, die schwarz-silberne Plexiglast\u00fcr beim Eingang glitt zur Seite und eine Frau mit aufgesteckten, blonden Haaren erschien in einem hautengen, gerafften Kleid mit Jaguar-Print. Zu schnell schloss sich die T\u00fcr hinter ihr wieder, als dass ich im Vorbeilaufen einen Blick ins Innere der \u201aFreedom\u2019 h\u00e4tte werfen k\u00f6nnen. Die Frau war es anscheinend gewohnt, alle Blicke auf sich gerichtet zu sehen. Mit einer Mischung aus Erstaunen und Bewunderung sah ich sie beim Vorbeilaufen an, achtete nur noch auf sie anstatt auf den Boden mit den unebenen Pflastersteinen am Kai vor der Yacht, \u00fcber den ich lief.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Der Unfall<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im n\u00e4chsten Augenblick blieb ich mit meinem rechten Joggingschuh an etwas auf dem Boden h\u00e4ngen, stolperte und fiel hin. Meine Knie, meine Handgelenke schrammten \u00fcber die harten Pflastersteine. Vor Wut stiess ich aus voller Kehle einen gequ\u00e4lten Schrei aus. Benommen blieb ich am Boden liegen, drehte mich nach einer Weile zur Seite und betrachtete meine Wunden an Knien und H\u00e4nden, die alsbald wie Feuer brannten. So ein Mist! Meine Beine und Arme zitterten. Ob wegen des Schocks oder vor Schmerzen, wusste ich nicht. Ich versuchte aufzustehen, ohne mich mit H\u00e4nden oder Knien abzust\u00fctzen. Es gelang mir nicht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Vom nahen Restaurant her eilte eine st\u00e4mmige Frau mit umgebundener schwarzer Sch\u00fcrze auf mich zu, eine wei\u00dfe Stoffserviette in der Hand, die mit etwas gef\u00fcllt zu sein schien. Sie half mir aufzustehen, gab mir die Serviette, die sie mit Eisw\u00fcrfeln gef\u00fcllt hatte und bedeutete mir, das Eis sei f\u00fcr meine Verletzungen, damit sie nicht anschwellen w\u00fcrden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich nickte dankend. Noch benommen vom Sturz sp\u00fcrte ich, wie die Schmerzen jetzt so richtig einsetzten. Die Sch\u00fcrfungen an Handgelenken und Knien bluteten. Abwechselnd hielt ich den Serviettenbeutel an die Schrammen. Davon f\u00e4rbte sich die Serviette an immer mehr Stellen rot. Ich war der Frau dankbar f\u00fcr ihre Hilfe, doch das B\u00fcndel Eis in der Serviette verursachte auf meinen Wunden nur noch mehr Schmerzen, so dass ich gerne auf das Eis verzichtet h\u00e4tte. Ihr zuliebe behielt ich die Eisbehandlung bei. Bis ich es nicht mehr aushielt, umst\u00e4ndlich mit einer Hand das Taschentuch aus einem der F\u00e4cher in meinem Laufg\u00fcrtel herauszupfte und damit sachte das Blut von meinen Wunden tupfte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abGrazie\u00bb sagte ich zu der Frau, die zufrieden ob ihrem gelungenen Samariter-Dienst zur\u00fcck zu ihrem Restaurant auf der anderen Seite des Kais zulief.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Antonella Leopardi<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich warf einen letzten Blick auf die elegante Frau an Deck der Cavalli-Yacht, sie schien sich seit meinem Sturz nicht von der Stelle ger\u00fchrt zu haben und hatte meinen Unfall bestimmt beobachtet. Mit einem Handzeichen bedeutete sie mir zu ihr auf die Yacht zu kommen. Die Gangway fuhr bis zum schwarzen Teppich vor der Yacht am Kai aus. Mir war noch etwas schwindlig vom Sturz, skeptisch sah ich links und rechts neben der Gangway hinunter ins Meerwasser, w\u00e4hrend ich auf unsicheren Beinen langsam auf die Frau zuging. Als ich ihr Gesicht aus der N\u00e4he sah, wusste ich sofort, wer sie war: Antonella Leopardi, die italienische Modesch\u00f6pferin. Auf einmal sch\u00e4mte ich mich meiner billigen Jogging-Klamotten, die ich schon seit vielen Jahren trug.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sie erkundigte sich nicht danach, wie ich mich nach dem Sturz f\u00fchlte. Das machte mich stutzig. Hatte sie mich nicht deshalb zu sich gebeten, um mich zu verarzten? Dass das nicht der Fall war, wurde mir rasch klar. Entt\u00e4uscht erkl\u00e4rte ich ihr, dass irgendetwas vor ihrer Yacht am Pier meinen Sturz verursacht hatte und sie wom\u00f6glich f\u00fcr meinen Sturz haftbar sein k\u00f6nnte. Denn das, was mich zu Fall gebracht hatte, sei die letzten Tage bestimmt nicht da gewesen, und ich w\u00fcrde die Anlagestelle ihrer Yacht noch genauer untersuchen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Meine Italienischkenntnisse reichten aus, um ihr das alles zu erkl\u00e4ren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sie setzte ein nichts-sagendes L\u00e4cheln auf. Mit ihren bald siebzig Jahren war sie immer noch sehr beeindruckend, nicht schlank, eher schon mager, ja sogar ausgemergelt, aber aufrecht, mit einer k\u00f6niglichen Haltung. Das Gesicht gestrafft, die Lippen vom Botox Spritzen unnat\u00fcrlich gro\u00df.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a>\u00ab<\/a>Kommen Sie mit\u00bb, sagte Antonella mit einer \u00fcberraschend rauchigen Stimme.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Verbl\u00fcfft sah ich sie an. Die Plexiglast\u00fcr beim Eingang der Yacht glitt wieder ger\u00e4uschlos zur Seite. Der Aufenthaltsraum dahinter bot allen Luxus, den man sich vorstellen konnte. Polsterm\u00f6bel aus cremewei\u00dfem Leder, viel Chrome, hinten eine reichbest\u00fcckte Bar mit Barhockern. Ich blieb stehen, um alles ausf\u00fchrlich zu betrachten, damit ich diesen Anblick nie wieder vergessen w\u00fcrde. Das Gef\u00fchl von Unsicherheit in dieser f\u00fcr mich fremden Luxuswelt wich allm\u00e4hlich und ich wandte mich wieder ihr zu.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Das Versteck<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sie kniete neben den Salontisch aus wei\u00dfem Marmor und dr\u00fcckte auf etwas unter der Tischplatte. Ein rechteckiges St\u00fcck des Parkettbodens in der Gr\u00f6sse eines eReaders \u00f6ffnete sich nahezu ger\u00e4uschlos und gab den Blick frei auf eine Nummerntastatur. Ein Versteck? Antonella tippte auf sechs verschiedene Nummern, ein T\u00fcrchen klappte hoch, sie zog ein schwarzes Stoffs\u00e4ckchen mit einem aufgestickten V heraus, legte es neben sich auf den Fu\u00dfboden, dr\u00fcckte das T\u00fcrchen und danach die Bodenplatte nach unten, die augenblicklich einschnappten. Das Versteck war wieder verschlossen. Sie warf einen letzten Blick darauf. Selbst wenn man nach Auff\u00e4lligkeiten im verschlungenen Parkettmuster suchen w\u00fcrde, h\u00e4tte man kaum ahnen k\u00f6nnen, dass sich hier etwas unter dem Boden verbarg.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Langsam erhob sie sich wieder, bem\u00fcht, sich die Steifheit ihres gealterten K\u00f6rpers nicht anmerken zu lassen. Eine Weile sagte sie nichts und musterte mich nur stumm. Dann gab sie sich einen Ruck und \u00f6ffnete die Kordel des Stoffs\u00e4ckchens, glitt mit einer Hand hinein, nahm etwas heraus und dr\u00fcckte es mir in die Hand.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Stumm vor Staunen besah ich das H\u00e4uflein auf meiner Handfl\u00e4che. Im gedimmten Schein der Deckenbeleuchtung lagen gr\u00fcne Steine, so gr\u00fcn wie das Meerwasser an den sch\u00f6nsten Str\u00e4nden der Costa Smeralda, manche waren mehr als erbsengro\u00df. Sie sahen roh und unbearbeitet aus. Selbst kitschiger, unechter Schmuck im n\u00e4chstgelegenen Souvenirladen in den Gesch\u00e4ften an der Piazzetta San Marco funkelten mehr.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abSmeraldo\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich nickte eifrig. \u00abSi, siamo in costa smeralda\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sie sch\u00fcttelte den Kopf.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Die Smaragde<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abIch meine nicht die K\u00fcste Nord-Sardiniens. Ich meine die Edelsteine auf Ihrer Hand. Es sind Smaragde. In diesem S\u00e4ckchen hat es noch mehr. Die Dinger sind echt. Sie sind ein Verm\u00f6gen wert.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abCapito. Und warum zeigen Sie mir die Steine?\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abIn diesem S\u00e4ckchen sind Smaragde im Wert von sieben Millionen Euro. Es sind Prachtexemplare. Wenn sie einmal geschliffen und poliert sind, werden sie lupenrein sein.\u00bb Ihre Augen funkelten vor Leidenschaft.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abWow!\u00bb Meine Augenbrauen schossen in die H\u00f6he. Meine Hand, auf der die paar Edelsteine lagen, f\u00fchlte sich auf einmal an, als w\u00fcrde sie gl\u00fchen. Rasch gab ich ihr die Smaragde zur\u00fcck, bevor ich mir die Hand verbrannte. \u00abWarum zeigen Sie mir diese Steine?\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abSie sind die einzige Person, der ich im Moment traue. Sie m\u00fcssen mir helfen.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Verwirrt, aber auch gespannt, sah ich auf ihre aufgespritzten Lippen, dann in ihre dick von Schminke umrandeten Augen. \u00abSie kennen mich doch gar nicht. Und wie k\u00f6nnte ich Ihnen \u00fcberhaupt helfen?\u00bb Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Frau wie sie, die \u00fcber ein Milliardenverm\u00f6gen verf\u00fcgte, meine Hilfe brauchen k\u00f6nnte. Und noch viel weniger, konnte ich mir vorstellen, was die Edelsteine damit zu tun haben k\u00f6nnten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Antonella deutete auf meinen Laufg\u00fcrtel, den ich f\u00fcrs Joggen immer um die H\u00fcften trug, um Geld, Handy, eine Trinkflasche und ein Taschentuch mitnehmen zu k\u00f6nnen. \u00ab\u00d6ffnen Sie den Rei\u00dfverschluss des gr\u00f6\u00dferen Faches an ihrem G\u00fcrtel.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich tat, wie sie verlangte und sah sie fragend an.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Der Deal<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Rasch warf sie einen schnellen Blick ans hintere Ende des Raumes, doch au\u00dfer ihr und mir war niemand da. Danach schob sie das Stoffs\u00e4ckchen mit den Smaragden in das jetzt offene Fach an meinem Laufg\u00fcrtel, schloss den Rei\u00dfverschluss wieder und trat abrupt zur\u00fcck. \u00ab\u00dcbergeben Sie das S\u00e4ckchen dem Oberkellner Antonio Rinaldi in Ihrem Hotel.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abWoher wissen Sie, in welchem Hotel ich wohne?\u00bb Es gab wohl nicht viele Hotels im kleinen Ort Porto Rotondo mit einem Oberkellner, der Antonio Rinaldi hie\u00df.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sie schnaubte leicht und lachte ver\u00e4chtlich. \u00abIch wei\u00df alles \u00fcber Sie, Sie kleine Schweizer Autorin, oder soll ich sagen, ich wei\u00df so viel \u00fcber Sie, wie ich brauche, um das hier organisieren zu k\u00f6nnen.\u00bb Sie deutete auf die Edelsteine, die jetzt in meinem Laufg\u00fcrtel steckten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abWie konnten Sie wissen, dass ich hier vor Ihrer Yacht vorbeilaufen w\u00fcrde? Und au\u00dferdem, wie konnten Sie wissen, wie Sie mit mir in Kontakt treten k\u00f6nnten?\u00bb W\u00e4hrend ich dies sagte, wurde mir bewusst, dass ich bis anhin noch nie beim Joggen gest\u00fcrzt war. Hatte Sie meinen Sturz arrangiert, um mich auf ihre Yacht zu lotsen? Das war doch absurd.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sie verzog keine Miene. \u00abIch habe Sie beobachtet. Von meiner Hotelsuite aus kann ich alles sehen, was am Strand unten geschieht. Sie sind mir aufgefallen.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" width=\"474\" height=\"356\" data-attachment-id=\"4486\" data-permalink=\"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/?attachment_id=4486\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?fit=2048%2C1536&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"2048,1536\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;1.78&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 14 Pro&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1685999870&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.86&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;1600&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.04&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"IMG_2489\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?fit=474%2C356&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-4486\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=474%2C356&#038;ssl=1\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=1200%2C900&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=800%2C600&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=200%2C150&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?resize=1320%2C990&amp;ssl=1 1320w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?w=2048&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?w=948&amp;ssl=1 948w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2489.jpeg?w=1422&amp;ssl=1 1422w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mehr brauchte sie nicht zu sagen, denn ich erinnerte mich wieder, wo die Imperial Suite lag, die sie w\u00e4hrend der ganzen Saison im Hotel mietete. Der Strandw\u00e4chter hatte mir gezeigt, wo ihre Suite lag. Auf meine Frage hin, ob die Frau, die ich jeden Tag beim Baden am Strand beobachtete, Antonella Leopardi sei, verneinte er. Er beteuerte, dass die Frau zwar \u00e4hnlich auss\u00e4he wie Antonella Leopardi, in Wahrheit jedoch eine ganz andere Frau sei. Ich hatte gleich gewusst, dass er log. Welche Ber\u00fchmtheit w\u00fcrde sonst als Gast in einem Hotel logieren, wenn jeder X-beliebige sie st\u00f6ren k\u00f6nnte, weil die Hotelangestellten nicht den Mund halten konnten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das Ansinnen Antonellas schien mir einfach zu bewerkstelligen, machte meiner Ansicht nach aber \u00fcberhaupt keinen Sinn. <a>\u00ab<\/a>Ich soll die Smaragde nur \u00fcbergeben, sonst nichts?\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Der Oberkellner<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sie richtete sich zu voller Gr\u00f6\u00dfe auf. \u00abWie ich schon sagte. \u00dcbergeben Sie Antonio die Smaragde, heute nach dem Abendessen.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abWei\u00df er Bescheid?<a>\u00bb<\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abJa.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abWie k\u00f6nnen Sie sicher sein, dass ich die Smaragde nicht f\u00fcr mich behalte und verkaufe?\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abSieben Millionen sind f\u00fcr viele Menschen ein Verm\u00f6gen, ein unerh\u00f6rtes Kapital, f\u00fcr viele andere wie mich dagegen sind sie eine vergleichsweise unbedeutende Summe. Im Moment brauche ich nur ein sicheres Versteck f\u00fcr die Smaragde. Und das verschaffen Sie mir, wenn Sie sie heute Abend diskret Antonio \u00fcbergeben. Diskret. Versteht sich nat\u00fcrlich.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der smarte Oberkellner schien mir alles andere als sauber zu sein. Hatte er nicht k\u00fcrzlich mein Trinkgeld f\u00fcr sich behalten, obwohl ich es ihm gegeben hatte, damit er es an die sieben Kellner verteile? Seitdem ging mir Antonios schmierige, herablassende Art zunehmend auf die Nerven. Und ihm sollte ich die Dinger \u00fcbergeben, die sieben Millionen Wert waren? Das Gef\u00fchl, dass mehr hinter der Sache steckte, lie\u00df mich nicht los. \u00abSo wie ich Herrn Antonio einsch\u00e4tze, wird er die Steine f\u00fcr sich behalten, ja, ich denke sogar, er wird damit abhauen. So viel hat er als Kellner sein ganzes Leben lang nie verdient.<a>\u00bb<\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a>\u00ab<\/a>Oh, nein. Das wird er nicht tun. Ich wei\u00df es. Er tut, was ich ihm sage. Nur einmal hat er das nicht getan, als \u2026 \u00bb Sie verstummte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abIch bin Krimiautorin. Ich kenne mich mit Verbrechen aus. Vermutlich hat er etwas gegen Sie in der Hand, das f\u00fcr Sie viel wertvoller ist als diese Edelsteine. Etwas, das Ihnen gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnte.\u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00abLeider ja\u00bb, entfuhr es ihr verbl\u00fcfft. \u00abH\u00f6ren Sie zu \u2026 \u00bb<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" width=\"474\" height=\"317\" data-attachment-id=\"4488\" data-permalink=\"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/?attachment_id=4488\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?fit=2691%2C1797&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"2691,1797\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Restaurant-Hotel-Sporing\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?fit=474%2C317&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-4488\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=474%2C317&#038;ssl=1\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=1024%2C684&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=768%2C513&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=1536%2C1026&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=2048%2C1368&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=1200%2C801&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?resize=1320%2C881&amp;ssl=1 1320w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?w=948&amp;ssl=1 948w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Restaurant-Hotel-Sporing.png?w=1422&amp;ssl=1 1422w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Im Hotelzimmer<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zur\u00fcck in meinem Hotelzimmer duschte ich und versorgte danach meine wegen des Duschwassers und der Seife wieder brennenden Wunden mit dem Material aus meiner Reiseapotheke. Sie enthielt sogar eine kleine Schere. Wie ich da mit der Mini-Schere ein St\u00fcck von der Mullbinde aus der Mini-Apotheke abschnitt, um die sterile Wundauflage an meinem rechten Handgelenk zu fixieren, machte sich ein Gedanke in mir breit, der mir zuerst absurd erschien, der mich dennoch den ganzen Nachmittag nicht mehr loslie\u00df.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Antonella hatte mir nicht erkl\u00e4rte, wie sie in den Besitz der Smaragde gekommen war. Die Sache schien mir mehr als dubios. Sollte ich im Austausch gegen ein Versace-Kleid tun, was sie von mir verlangte oder eher das, was ich f\u00fcr richtig hielt? Den Ausschlag gab mir die Gewissheit, dass Antonio ein Gauner war und sich keinen Deut um die Folgen k\u00fcmmern w\u00fcrde, wenn etwas schief ging. M\u00f6glich, dass man mich dann f\u00fcr die Schuldige halten w\u00fcrde.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich entschied mich zu handeln und sch\u00fcttete vorsichtig die Smaragde aus dem schwarzen Stoffs\u00e4ckchen auf ein Kleenex-T\u00fcchlein. Staunend betrachtete ich das H\u00e4uflein. Ein Sonnenstrahl fiel durch die T\u00fcr der Zimmer-Veranda und erweckte die Steine zum Leben. Mein Atem stockte kurz. Welch ein funkelndes Verm\u00f6gen!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Schnell lief ich ins Badezimmer, holte mein Beauty Case, entnahm ihm ein Fl\u00e4schchen durchsichtigen Nagellacks, ein Briefchen N\u00e4hzeug, das ich vor Jahren aus dem Grand Hotel in Hurghada mitgenommen hatte und auf Reisen immer mitf\u00fchrte, und eine volle Packung Hustenbonbons. Aus dem Schrank holte ich den B\u00fcstenhalter, den ich am Abend und auf meiner R\u00fcckreise tragen wollte, und ging an die Arbeit.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"474\" height=\"356\" data-attachment-id=\"4511\" data-permalink=\"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/?attachment_id=4511\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?fit=4032%2C3024&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"4032,3024\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;1.78&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 14 Pro&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1687509428&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.86&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0082644628099174&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"img_2666\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?fit=474%2C356&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-4511\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=474%2C356&#038;ssl=1\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=1200%2C900&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=800%2C600&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=200%2C150&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?resize=1320%2C990&amp;ssl=1 1320w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?w=948&amp;ssl=1 948w, https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/img_2666.jpg?w=1422&amp;ssl=1 1422w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size: 20px;\"><strong>Am Morgen danach<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen um sechs Uhr fr\u00fch fuhr das Taxi f\u00fcr den Transfer zum Flughafen beim Hoteleingang vor. Ich setzte mich auf den R\u00fccksitz. Der Fahrer fuhr los bis zum gr\u00fcn angestrichenen Hotel Tor, hielt an und wartete darauf, dass es sich \u00f6ffnete. Mein Puls schlug schneller, als ich einen Blick zur\u00fcck zum Hoteleingang warf, wo in diesem Moment ein wild gestikulierender Mann im schwarzen Anzug zu sehen war, der sich anschickte, das Taxi einzuholen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Endlich ging das Tor auf, der Taxifahrer fuhr langsam hindurch, beschleunigte danach und lie\u00df das Hotelareal rasch hinter uns immer kleiner werden. Noch mal Gl\u00fcck gehabt, dachte ich, fuhr mit den Fingern \u00fcber die beiden K\u00f6rbchen meines BHs, des teuersten, den ich je besitzen w\u00fcrde, und sp\u00fcrte die Edelsteine die ich dort eingen\u00e4ht hatte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zufrieden setzte ich mich aufrechter hin und entnahm einem Fach in meinem Laufg\u00fcrtel den USB-Stick, den Antonio mir am Abend zuvor im Austausch gegen das schwarze S\u00e4ckchen mit dem aufgestickten V gegeben hatte, in dem ich die vom Lack gl\u00e4nzenden, gr\u00fcnen Hustenbonbons anstelle der Smaragde gesteckt hatte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Auf dem Stick prangten die Buchstaben C und S, darob zwei gespannte blaue Segel oder was es sonst darstellen sollte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Italienisches Schwarzgeld auf einer Schweizer Bank!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>War es ein Zufall, dass gerade jetzt, wo die Grossbank UBS die Kunden der von ihr \u00fcbernommenen CS \u00fcberpr\u00fcfte, ein Stick mit Antonella Leopardis Nummernkonto f\u00fcr eine Weile beim Oberkellner versteckt gewesen war? Nur gut, dass ich den Zugangscode herausgefunden hatte, Antonio aber nicht. Mit den Smaragden hatte ich mir ein Verm\u00f6gen angeeignet und mit dem Stick Zugriff auf ein weit gr\u00f6sseres, das auf Antonellas Nummernkonto bei der CS schlummerte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Sun, Run and something to win Endlich durfte ich wieder laufen. Vergessen war der Unfall der vergangenen Woche, bei dem ich auf der Badematte ausgerutscht war. Meine Beine flogen nur so dahin. Es war ein Vergn\u00fcgen, wieder so schnell laufen zu k\u00f6nnen, wie es meine Puste gerade noch zulie\u00df. Laufstrecke am Yachthafen Entlang meiner &hellip; <a href=\"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/?p=4457\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Brigitta&#8217;s Sommerkrimi<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":201897328,"featured_media":4459,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"book_review_cover_url":"","book_review_title":"","book_review_series":"","book_review_author":"","book_review_genre":"","book_review_isbn":"","book_review_publisher":"","book_review_release_date":"","book_review_format":"","book_review_pages":"","book_review_source":"","book_review_rating":"","book_review_summary":"","_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"_wpas_customize_per_network":false,"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[2710],"tags":[3303,3307,3301,2740,3088,3302,3306,3305,3304],"class_list":["post-4457","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-costa-smeralda","tag-ferien","tag-joggen","tag-krimi","tag-kurzkrimi","tag-porto-rotondo","tag-sardinien","tag-smaragde","tag-traumyacht"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/brigitta-winkelried.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Brigittas-Sommerkrimi-Beitragsbild.jpg?fit=2720%2C2048&ssl=1","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pcPqgc-19T","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/201897328"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4457"}],"version-history":[{"count":38,"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4457\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8000,"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4457\/revisions\/8000"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/brigitta-winkelried.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}